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Dark Tranquillity

Bang Your Head 2008 Bericht mit großer Bildergalerie

Sommer, Sonne, Heavy Metal. Das zehnjährige Open Air-Jubiläum des Bang Your Head Festivals im schwäbischen Balingen darf sich über strahlend blauen Himmel, Temperaturen um die 30 Grad und ein erlesenes Billing freuen. Besonders gespannt erwartet: Das mehrstündige OPERATION:MINDCRIME-Epos von Queensryche und die Rückkehr von Judas Priest.

Bang Your Head Lizzy Borden
Bang Your Head - Lizzy Borden (c) A. Saur
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Freitag, 27.06.2008

Halb zehn Uhr morgens ist eine unchristliche Zeit. Erwartungsgemäß gibt sich nur eine überschaubare Gruppe früher Vögel den modernen Heavy Rock der Opener Contracrash. Die sind allerdings mit so viel Spaß und Elan bei der Sache, dass sich schon bald viele Patschehändchen in den Himmel recken und Songs wie 'Every Fucking Day' und 'Brainwashed' artig beklatscht werden. Als Dank feuern die Jungs Präsente in Form von CDs und Shirts in die vorderen Reihen.

Das viele Touren von Tyr in den vergangen Monaten hat sich merklich ausgezahlt. Trotz immer noch früher Stunde versammeln sich im Anschluss etliche Sympathisanten der Färöer vor der Bühne und feiern die komplexen Folk-Hymnen des Quartetts ab. “Hallo Balingen, supergeil“, freut sich da auch Frontmann Heri Joensen, reckt die blanke Brust und schüttelt die blonde Mähne. Schöne Aussichten für alle weiblichen Festivalbesucher.

Agent Steel kommen reichlich hüftsteif rüber – ihre Show erinnert eher an eine Senioren-Butterfahrt als an ein Metal-Konzert. Besonders Sänger Bruce Hall wirkt mit seinen hölzernen Bewegungen immer wieder unbeholfen. Spätestens zu ‘Before You Die’ ist aber endlich das Eis gebrochen und der Applaus wohlwollender. Im Endeffekt eine solide Geschichte, aufregend ist allerdings anders.

Der Preis für den Blitzmerker des Tages geht an Korpiklaanis Sänger Jonne Järvelä. “The sun is fucking shining!“ stellt er fröhlich fest. Und das ist noch untertrieben. Mittlerweile brutzelt es schon so erbarmungslos vom Himmel, dass es selbst auf dem Würstchengrill der Fressmeile gemütlicher wäre. Nichtsdestotrotz zeigen sich die Finnen schweißresistent, tanzen und schunkeln lustig über die Bretter und ernten mit Spaßmachern wie 'Beer Beer' und 'Tervaskanto' die bis dato besten Publikumsreaktionen.

Die Bezeichnung “Teddy“ wäre für Forbiddens Frontvieh Russ Anderson noch schmeichelhaft. “Grizzly“ trifft es schon besser. Eine Runde Sache in gleich zweierlei Hinsicht sozusagen, denn die Bay Area-Thrasher können den von Korpiklaani vorgelegten Stimmungspegel gut halten und servieren mit Brechern a la 'March Into Fire' und 'Off The Edge' gutes Futter für alle Propellerkönige.


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