Tour des Monats

Tour des Monats

Album des Monats

Album des Monats

Volbeat

Die GEMA - wichtig für Bands, trotz aller Probleme

GEMA-Special mit Edguy, Heaven Shall Burn, Subway To Sally und Powerwolf

In den letzten Monaten hätten wir wöchentlich über neue Ideen, Streitereien, Aussichten und Pleiten im Musik-Markt berichten können. Immer wieder tauchte darin auch die GEMA auf. Um den Inhalt der Zwistigkeiten zu verstehen, muss man die GEMA verstehen. Wir fragten bei Bands nach und erhielten Einschätzungen über die Wichtigkeit und die Problematik der einflussreichen Einrichtung.

Die GEMA – fast jeder hat schon von ihr gehört und hat eine ungefähre Vorstellung davon, was sie macht. Der Name ist dabei eine Abkürzung und steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Die GEMA vertritt – kurz gesagt – freiwillig beigetretene Autoren, Bands, Komponisten etc. Wenn deren Werke nun öffentlich verwendet werden, z.B. im Radio, im Fernsehen, bei Konzerten oder auf unserer monatlichen CD-Beilage, kostet das Geld.

Dieses Geld geht an die GEMA, die es dann, minus eines gewissen Aufwands-Betrags, an die entsprechenden Rechte-Inhaber weitergibt. In unserem Fall sind das die Bands. Kein Wunder also, dass viele Bands der GEMA beitreten. Edguy-Chef Tobias Sammet erklärt die Wichtigkeit der Einrichtung:

„Die GEMA ist eine Art Komponisten-Gewerkschaft die dafür sorgt, dass der Verfasser eines Musikstückes von der Industrie - sprich Plattenfirmen, Konzertveranstalter, Medien jeglicher Art, nicht abgezogen, sondern soweit möglich tariflich bezahlt wird. Der Komponist und Musiker ist doch sowieso das schwächste Glied in der Kette, wenn es um die Bezahlung geht, das muss man schützen. Ich halte die GEMA für eine der wichtigsten weil gerechtesten Gewerkschaften unserer Zeit.“

Wie wichtig die GEMA gerade für kleine Bands ist, macht Matthew Greywolf von Powerwolf anschaulich:

„Ohne die GEMA würden kleine bis mittelgroße Bands völlig ohne Einnahmen und ohne Schutz dastehen. Gerade junge Bands verdienen über Albenverkäufe nur selten Geld. Die einzigen Einnahmen während der Aufbauphase sind GEMA-Lizenzen aus Aufführungen im Rundfunk oder auf Konzerten, bzw. GEMA-Lizenzen im Rahmen von Verlagsabrechnungen. Ohne diese könnten die meisten kleineren Bands keine Touren mehr finanzieren.“

Das klingt soweit alles sinnvoll und für hart arbeitende Bands nur gut: es gibt eine Instanz, die sich mit den Rechten der Musiker befasst und dafür sorgt, dass sie Geld für ihr geistiges Eigentum – ihre Songs – bekommen.

Während der langen sicheren Jahre der Musikindustrie wurde die GEMA zu einer mächtigen Instanz, die man als Musiker kaum umgehen konnte oder wollte, wie Michael Bodenski (Subway To Sally) auf den Punkt bringt: „Spätestens wenn Platten veröffentlicht werden, kommt man daran nicht vorbei.“


>>> Weiter zu Teil 2 / 2 – Probleme der GEMA

zurück
Zurück

Du kannst diesen Artikel kommentieren: