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Neuer GEMA-Ansatz: deutlich höhere Abgaben für Konzerte

Neuer GEMA-Ansatz: deutlich höhere Abgaben für Konzerte

Die Umsätze aus dem Tonträger-Verkauf reißen nichts mehr – das ist seit Jahren bekannt. Ebenfalls bekannt: Touren laufen geschmiert wie nie. Jetzt will auch die GEMA ein größeres Stück aus der Konzert-Torte.

Es ist neben dem Merchandise einer der letzten Sektoren im Musikgeschäft, der noch ernsthaft Geld abwirft: das Konzert. Da möchte nun auch die Verwertungsgesellschaft GEMA größer dran beteiligt werden.

Bis 2014, so ein aktueller Plan, möchte die GEMA die an sie zu richtenden Abgaben pro Konzert deutlich erhöhen – auf bis zu 10% der Einkünfte. Bisher sind es deutlich weniger. Je nach Konzertgröße werden 1,9 – 3,6% fällig.

Stufenweise soll diese Erhöhung nun eingeführt werden, damit sich die Konzertveranstalter langsam auf die neuen Tarife einstellen können, wie die GEMA kürzlich offiziell bekannt gab. Los ging es dabei schon am 01. Februar.

Was genau das bedeutet, bleibt abzuwarten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die erhöhten Abgaben mehr oder weniger direkt an den Konzertgänger weitergegeben werden. Das hieße: Konzerte würden teurer.

Wenig begeistert zeigt sich auch Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft. Für ihn sehe es so aus, als ob die GEMA über die Konzerte nun die verlorenen Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf wieder reinholen wolle. Er bezeichnete die Pläne als „Wucher“.

In Zahlen bedeuten die Pläne laut spiegel.de:

„Während nach Angaben der Verbände die Autorenvergütung bei einem beispielhaften Rockkonzert mit 1200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die Gema die Vergütung bis 2014 auf 2580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18.000 Euro statt wie bisher 3370 Euro sein.“


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