Tour des Monats

Tour des Monats

Album des Monats

Album des Monats

Volbeat

Kiss KISSOLOGY VOL 3 1992 2000 Review

Kiss
KISSOLOGY VOL. 3: 1992 - 2000
Hard Rock 5 / 7
Eagle Vision / Edel
4 DVDs / ca. 568 Min.

Kiss KISSOLOGY VOL 3 1992 2000 Review
Kiss KISSOLOGY VOL 3 1992 2000 Review


Da ist sie jetzt also – die dritte der KISSOLOGY Archiv-Leerungen. Wenn jetzt noch Material im Keller sein sollte, müssten Kiss wirklich halb New York unterhöhlt haben, um ihr Material zu bunkern. Vorliegend wenden sich die Schminkemonster einer ihrer aus heutiger Sicht vielleicht spannendsten Phasen zu: den Neunzigern.

Wie bei so vielen traditionellen Bands hatte der Komplettzusammenbruch des pompösen Rock-Geschehens auch hier Auswirkungen: das 1992er-Album REVENGE war ungewohnt düster, Kiss traten 1995 bei MTV Unplugged im von Nirvana und Konsorten gekannten Hippie-Licht auf, zeigten sich ansonsten weiterhin ungeschminkt und recht dunkel. Dieser Phase wendet sich die erste der vier DVDs, die gleichzeitig auch der Höhepunkt von KISSOLOGY VOL. 3 ist.

1996 legten Kiss nach 13 „nackten“ Jahren dann wieder Schminke auf. Das geben die folgenden DVDs wider, die die gewohnte Live-Mischung aus Hits, Schminke, Pyros und dergleichen mehr präsentiert. Ein Konzert reiht sich ans nächste, der Zuschauer ist in gutem Sound und Bild bei den MTV VMAs dabei, sieht Kiss in Detroit, Los Angeles und anderen Städten – und darf wieder und wieder die schon von den vorhergehenden DVDs bekannten Songs wie ‘Deuce’, ‘Shout It Out Loud’, ‘Firehouse’ etc. sehen. Naturgemäß ist die Aufnahme-Technik besser, als beim Material aus dem 80ern und 70ern, und natürlich kommen auch neuere Songs von REVENGE (1992) oder PSYCHO CIRCUS (1998) in den Player. Unterm Strich bleibt KISSOLOGY VOL. 3 aber genau das, was auch schon Teil 1 und 2 waren: eine riesige Sammlung von Live-Songs, die sich aber ständig wiederholen.

Wie bisher gibt es zu wenig Besonderheit im Mammut-Live-Klotz. Bei rund 568 Minuten sollte doch mehr dabei sein, als die genannte MTV Unplugged-Show und der plötzliche Wandel zurück zur Schmink-Epoche. Leider bleibt weiterhin die Arroganz der Macher erhalten, auf Untertitel genauso komplett zu verzichten, wie auf Einblendungen, wie der gespielte Song eigentlich heißt. Weiteres Bonus-Material, beim Medium DVD mittlerweile gewohnt, gibt es ebenfalls nicht.

Fans bekommen damit wie gewohnt viel Masse fürs Geld, die Zeit und Liebe, wirklich Klasse zu produzieren, fehlt Teil 3 der KISSOLOGY-Reihe allerdings mal wieder.

Tobias Gerber


Weitere Kiss-Reviews:
+ SONIC BOOM Review
+ KISSOLOGY VOL 2 1978 - 1991 Review
+ KISSOLOGY VOL. 1: 1974 – 1977

zurück
Zurück

Du kannst diesen Artikel kommentieren:



















































Horn DISTANZ Review

Horn DISTANZ Review Folk Metal 3 / 7 mehr >>

Howl FULL OF HELL Review

Howl FULL OF HELL Review Doom Metal 5 / 7 mehr >>

Demians MUTE Review

Demians MUTE  Review Prog Metal 6 / 7 mehr >>

Gun Barrel GUNNIVERSARY Review

Gun Barrel GUNNIVERSARY Review Heavy Metal 5 / 7 mehr >>

Boil A NEW DECAY Review

Boil  A NEW DECAY Review Alternative Metal 6 / 7 mehr >>

Der Weg Einer Freiheit DER WEG EINER FREIHEIT Review

Der Weg Einer Freiheit  DER WEG EINER FREIHEIT Review Black Metal 5 / 7 mehr >>

Yakuza OF SEISMIC CONSEQUENCE Review

Yakuza  OF SEISMIC CONSEQUENCE Review Prog Metal 3 / 7 mehr >>