Die Musik-Industrie bleibt ohne Nachwuchs und dadurch in der Krise
Die Musik-Industrie ist und bleibt in der Krise, das belegen neue interessante Zahlen. Aber liegt das Problem allein bei Downloads und CD-Preisen, oder vielleicht auch daran, dass keine großen Rockstars nachwachsen?
Beim „Future of Music Coalition Policy Summit“ treffen sich viele Branchen-Kenner in den USA, diskutieren neue Zahlen und sprechen über die Zukunft der Musik-Industrie. Was an Fakten ausgegeben wurde, spricht erstmal für sich:
- 2008 wurden mehr als 115.000 Alben veröffentlicht
- davon haben allerdings nur 110 mehr als 250.000 Einheiten verkauft
- 1.500 haben mehr als 10.000 Exemplare abgesetzt
- Weniger als 6.000 Veröffentlichungen haben überhaupt mehr als 1.000 Stück verkauft
Auch wenn es nicht definitiv bestätigt ist, scheinen diese Zahlen auf physisch in den USA verkaufte Alben gemünzt zu sein. Von der immensen Masse veröffentlichter Alben blieb also das Meiste in den Regalen liegen.
Jetzt ist Ursachenforschung gefragt – und die sollte sich vor allem mal der Frage widmen, ob es nicht sein kann, dass schlicht keine Rockstars von Format nachwachsen. Das meint zumindest der Autor eines Artikel, der sich mit den Zahlen befasst.
Die Downloads seien nicht alles, aber auch nicht von der Hand zu weisen, „besonders da sie am Ende eines Jahrzehnts stehen, das wahrscheinlich die geringste Innovation seit Entdeckung des Rock and Roll zu bieten hatte.“
Weitere Artikel und Hintergründe zur Situation der Musik-Industrie:
+ Album-Verkäufe 2009 wieder deutlich gesunken
+ Rob Zombie: in einem Jahr gibt es keine CDs mehr
+ Chris Cornell (ex. Soundgarden) unterschreibt historischen Deal
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Kommentar:
@Frank: Nun ich denke schon das sich Qualität durchsetzt. Etwas anderes ist natürlich wo du die Messlatte legst, d.h. was du als durchsetzen interpretierst. Das würde jetzt aber zu weit führen IMHO.
Ob man Superstars braucht? Ich weis es ehrlich gesagt nicht. Aber wenn ich mir anschau was einem heute als "Superstar" (im wahrsten Sinn des Wortes!) verkauft wird, stellt sich doch wiederum erstmal die Definitionsfrage.
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Metalcats.de:In vielen Punkten,die von dir und Anderen genannt werden stimme ich zu.Das sich Qualität meistens durchsetzt, glaube ich allerdings nicht-ansonsten müssten Bands wie z.B."Solitude Aeturnus","Rhino Bucket" oder "Cage" einen besseren Status haben ,sowie sich die letzten CDs von z.B. "Dawn of winter" oder "Semlah" besser verkaufen.Das die "Qualität" der Veröffentlichungen allerdings grundsätzlich schlechter geworden ist,finde ich auch.Man braucht als Band eine gehörige Portion Glück und muß den Zeitgeist treffen.U.S. Powermetal ist nunmal out und Doom-Metal wird wohl niemals dem Massengeschmack entsprechen(egal wie hoch die Qualität sein mag).Ich höre übrigens seit fast 34 Jahren Hard Rock/Metal (hab`mit 11 "angefangen" mit "The Sweet")und glaube,das sich die Ära der Rockstars(-Stars braucht sowieso Niemand-) dem Ende zuneigt;in spätestens 10 Jahren ist der Classic Hard- Rock/-Metal Zug abgefahren,sowie das auch mit dem Rock`n`Roll der 50er war.Und bei vielen CDs von "neuen" Bands, muß man leider feststellen:die (schlechtere) Kopie einer Kopie.
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Respekt! Selten so eine "aufrichtige" Diskussion hier verfolgt, ohne Getrolle und mit durch die Bank richtigen Aussagen.
Das zeigt halt auch schon, es ist nicht DAS Problem, das die Musikindustrie lähmt, sondern viele verschiedene Facetten: die Zugänglichkeit (mp3) der Ware, die Werbung (Stichwort: Musiksender die keine Musik mehr spielen), die Masse an Bands und Alben, die Plattenfirmen als "Global Player", Wirtschaftskrise und (private) Geldknappheit, die Qualität etc.
Und ausschlaggebend ist für mich aber trotzdem der letztgenannte Punkt, die Qualität der Musik, egal ob das jetzt der tausendste AC/DC-Aufguss oder etwas vollkommen Neues ist - Qualität setzt sich durch. Ich hör jetzt seit knapp 20 Jahren aktiv Musik (als solche) und seit knapp 10 Jahren fokussiert auf Hard Rock und Metal. Wenn ich mir die Jahre 2007, 2008 und 2009 anschau, war da jeweils genau EIN (!) Album dabei, das ich guten Gewissens als kommenden Klassiker, als "Brett" oder als 7-Punkte-Kandidaten (im MH-Soundcheck) bewerten würde.
Und das erscheint mir etwas wenig...
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Also ich denke schon auch, dass dies viel mit dem heutigen Programm von MTV zu tun hat. Früher, also z.B. in den 80ern, wurde man mit Live-Konzertern, Musikvideos, Reportagen, Interviews etc. von angesagten Bands und Künstlern nur so bombadiert. Es war z.B. gar nicht möglich eine Band wie Guns N' Roses, Nirvana oder Metallica nicht zu kennen. Leider ist diese Art von Promotion für Künstler und Bands, was sehr wohl auch die Verkaufszahlen beeinflusst, gestorben und der heutige MTV-Zuschauer sieht sich Reality-Shows und ähnlichen Mist an. Ich denke dass die heutigen jungen Leute einfach nie auch nur annähernd so viel Wert auf Musik legt wie es in den 80ern und Anfangs 90er war. Ein richtger Fan will die Platte kaufen, ein halber Fan kopiert sich die Platte. Und solche "richtigen" Fans kann man eben nur so gewinnen, wenn man sie entsprechend züchtet und das passiert heutzutage leider nicht mehr, leider...
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Die Musikindustrie muss untergehen, dass hat sie sich größenteils selbst eingehandelt.
Dann, wenn alles kaputt ist, kann man sich Gedanken um neue Finanzierungsmöglichkeiten machen. Ich befürchte, dass physische Datenträger aus ökonomischen Gründen, dann wohl keine wichtige Rolle mehr spielen werden, aber es wird schon irgendwie weiter gehen. Es wird immmer Musik gemacht werden, auch gute, nur die Umsätze werden nie wieder so hoch sein wie früher, da können die machen was sie wolllen
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ich schliess mich slipknot an dass newcoer viel zu wenig gefördert werden un die cds teilweise zu teuer sind
allerdings gibt es auch cd wo der preis gerecht is zum beispiel hab ich für say hello to tragedy am veröffntlichungstag 14.99 bezahl un des für die ltd edition un des album is asi geil also so in der grössenordnung sollten cds sein
ansonsten wenn man nohc bie seinen eltern wohnt kann ma die ja auch anzapfen wegen cds des problem sin vor allem die leute
wenn ma ne cd wirklich will sollt ma auch beriet sein was hinzublättern
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@David: Wirklich interessant und gute Ansichten!
Einen Punkt darf man aber auch nicht vergesse: Früher gaben die Plattenfirmen den Musikern auch noch mehr Zeit sich zu entwickeln. Ein Marius Müller Westernhagen z.B. hat 8 (!) Alben auf den Markt gebracht, welche nicht erfolgreich waren, bevor er seinen Durchbruch in Deutschland hatte.
Heute wird eine Band spätestens nach dem zweiten Album gedropt wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt.
Ich meine, wie wird man zum Megastar? Sicher nicht nach einem Album, sondern man entwickelt sich dorthin.
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Also ich denke das einfach die zuhohen CD Preise und eben mangenlder Nachwuchs an der Kriese Schuld sind. Man sollte die CD's um ca. 3-4 Euro runtersetzen vom Preis. Damit wäre schon viel gewonnen.
Was den Nachwuchs betrifft finde ich schon das wir hier sehr talentierte Newcomer haben, aber diese einfach zu wenig gefördert werden oda einfach fallen gelassen werden von den Plattenfirmen. Gerade im Metal ist es besonders schwer längere Zeit erfolgreich zu sein.
Deswegen meine Meinung: CD Preise senken und den Nachwuchs mehr födern!
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Asodie besten Newcomer sind für mich Black Tide die haben so was gwealtiges geschaffen was echt keine Newcomer Band geschaff hat .DEr Sänger Gabriel Garcia ist einfahc das Wunderkind und ide Zukunft des Metals(Einflüsse: Maiden, Metallica, Judas Priest, Mano War usw) hört es euch an die sind ehct der hammer.
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Das beste Beispiel ist doch Airbourne! Gelungenes Einstandsalbum, dann lassen sie sich 3 Jahre Zeit ein neues aufzunehemen... Früher hätte eine Band in ihrer kreativen Anfangszeit jedes Jahr ein neues Album herausgebracht....
Wo sind die Gruppen hin, die es schaffen, mindestens 3 geniale Alben hintereinander herauszubringen wie seinerzeit AC/DC, Maiden, Metallica etc. Solche Bands gibt es doch überhaupt nicht mehr...
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Fakt ist aber auch, die Hörerschaft beschwert sich über mangelnde Kreativität, und dass sich alles gleich anhört - im selben Atemzug jedoch wird eine Band mit neuem Sound abgestoßen, sei ja "scheiße". Dann wird wieder auf den selben alten, aber bekannten Ranz zurückgegriffen.
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@David
Ausgezeichnetes Kommentar.
Normaleweise gebe ich hier selber keine Kommentare ab da ich besseres zu tun habe. Aber deine Ansichtsweise zeugt davon dass du Dinge verstanden hast die die meisten Menschen nicht verstehen.
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Also ich denke eher,das doch grade die großen Bands die Musikindustrie kaputt gemacht haben,durch minderwertige Qualität der neueren Alben,und durch total überzogene Preise bei Konzerten und CDs!Man nehme nur mal Manowar,od. auch AC/DC,od. noch Guns'n'Roses...Und da wundert sich noch jemand,wenn keiner mehr 12-15 Euro in ne Band steckt,die dann nicht so bekannt ist,wenn schon die großen des Metalbereichs nix mehr zustande bringen!Ich persönlich finde auch echt nicht,das sich die Bands selbst kopieren,sondern sie spielen einfach gute Musik,das was die großen au mal gemacht haben,vor langer Zeit,und mit dem sie auch bekannt geworden sind!
Und was man auch sagen muß,ist das es heute leider au zuviele junge gute Bands gibt,und wer kann es sich in Zeiten der Weltwirtschaftskrise und der Kurzarbeit noch leisten jeden Monat 100 Euro für CDs auszugeben??Also ich entdecke jeden Tag wieder neue Bands,die einfach rocken...wenn ich mir von jeder ne CD kaufen würde,wär ich arm:)
Dann leben wir halt au noch im Internetzeitalter...wer gibt schon Kohle aus für etwas was es umsonst gibt?Früher hattest Du Tapes von den wenig guten Bands,die in der Schule rumgegangen sind,heut hast Du Myspace!Also ich probiere mir eig. von jeder Band,die ich sehr geil finde(letzte war da zB Defeater,deren Debut Travels heißt), ne CD zu kaufen,man will die ja auch unterstützen,und manche Sachen tu ich mir dann halt au bei Amazon vorbestellen,wenns grade billig ist,allerdings lange nicht alles,das geht doch auch gar nicht mehr!Allerdings ist an der ganzen Misere in meinen Augen auch die Musikindustrie schuld,wie gesagt,zu viele junge gute Bands,zu hohe Preise,usw.....
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haha.
was für ne verdammt schwache Ausrede.
Wirklich traurig. Es gibt mehr als genug Gute Bands bzw. Rockstars gerade hier bei mir in Berlin.
Nur weil sie sich nicht für die Plattenfirmen prostituieren wollen heißt es gleich es gibt keine..
Einfach nur traurig
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Davids Kommentar ist treffend. Vor allem dem zweiten Punkt stimme ich zu. Durch MySpace wird mir jeden Tag wieder gezeigt, wie viele Kids sich mit irgendwelchen Fotos online präsentieren und den Anschein erwecken, sie seien absolut begeistert von dem was ihnen auf nem Konzert geboten wird. Die Wirklichkeit sieht da aber ganz anders aus. Vielen Menschen geht es nur noch um Aufmerksamkeit,Saufen und das Sehen und gesehen Werden, nicht mehr um die Leidenschaft und das "Wir-Gefühl", das auf nem Konzert entsteht. Musik ist heutzutage keine Leidenschaft mehr sondern nur ein Image, das sich jeder übers Internet aufbauen kann.
Zum Glück gibts aber noch Leute wie mich :)
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Alles neue Material hört sich gleich an oder ist schlecht und nur auf Geldmache ausgelegt. Es ist schade dass manche Leute so einen schwachsinn auch noch kaufen.
Und es gibt zu viele von diesen "One Hit Wondern". Ein Album / Single... schluss.
Alles was es zur Zeit gibt, wird es auch noch etwas länger geben, egal welches Genre. Aber wenn sich Bands gegenseitig kopieren und nur den gleichen Kram unter anderem Namen veröffentlichen, kauft das doch kein Arsch.
Also bleiben die Meisten bei den guten, alten Bands.
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Die Zahlen sind aber wirklich ziemlich erschreckend
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also ich kauf mir wenn eine meiner lieblingsmetalbands eine cd rausbringt immer das orginal, aber die cd-preise sind schon komisch manchmal, da kosten die onkel-cds noch im schnitt 17,99 obwohl sich die band schon aufgelöst hat und in metalsicht scheint es keine nachfolger für acdc metallica oder iron maiden zu geben!
Kommentar:
Wow, von großen Analysen mit Totalerklärungsanspruch bis hin zur üblichen CDs-sind-zu-teuer Räuberpistole ist hier allerhand in den Kommentaren vertreten.
Fakt ist aber auch - um ein Mosaikstückchen hinzuzufügen - dass klassische E- bzw. Rockmusik einfach schon ausgereizt ist. Sowohl tonal hat man nur einen begrenzten Bereich als auch sind Instrumente des klassischen Rock-Arrangements einfach ausgereizt hinsichtlich dessen, was man mit ihnen anstellen kann, wie man sie spielen kann, wie langsam oder welche Effekte man ihnen entlocken kann.
Heutzutage hat man als Band nur noch zwei Möglichkeiten: entweder man gehört zu denen, die hemmungslos schon Existierendes mischen, so dass eine bisher mehr oder weniger unbekannte neue Mischung entsteht, oder man gehört zu denen, die eine Sache möglichst straight machen wollen und sich auf die Basics besinnen.
Wirklich neue Musik wird erst wieder mit neuen Instrumenten entstehen, aber nicht mit Gitarre, Bass, Drums.
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Das Problem is doch, füher konnte man nur durch Konzerte auf sich aufmerksam machen, um dann mit Hilfe eines Plattenvertrages ein Album aufnehmen zu können. Da hat sich einfach die Musik durchgesetzt, die am besten war. Und wenn heute jeder selbst am PC ein Album aufnehmen kann, is doch klar, dass bei dem ganzen Schrott auch viele gute Bands einfach nicht entdeckt werden.
Natürlich hat die Entwicklung der Plattenfirmen zu profitgeilen Massenunternehmen und natürlich deren falscher Umgang mit dem Internet haben dazu auch einen großen Teil beigetragen. Aber ich sage mal, die populäre Musik(Pop, HipHop,Trance) leidet wohl noch mehr unter Superstarmangel als unserer geliebter Metal.
Kommentar:
Finde den Beitrag von David echt gut!
PS:Das auf dem Bild ist Steven Tyler von Aerosmith
Kommentar:
@Scepticus
Schau mal den Dateiname des Bildes an...
Kommentar:
hier! HIER!
Nur uns entdeckt leider niemand:(
Kommentar:
Punkt 1: Der Helden-Tod
Die Menschen wollen keine Helden mehr. Realismus und Pragmatismus scheint sich in den Köpfen der Leute als wirksamstes Mittel gegen Ressourcen-Knappheit und andere Probleme der Zivilisation durchgesetzt zu haben. Im Namen der vermeintlichen Vernunft wählte unser Volk 2009 seinen eigenen Henker. Eine kalte Vernunft von mässiger Reflektiertheit, die keinen Raum für Emotionen, Träumerei und Verklärung lässt - der Stoff aus dem Musik besteht.
Punkt 2: Do-it-yourself.
Mit Neid und Argwohn stehen angehende Web 2.0 Stars auf Konzerten etablierter Künstler. Einerseits darüber stehend ("das kann ich auch"), andererseits auf Equipment und Bühnen-Show glotzend, um zu analysieren und nachzuahmen.
Diejenigen, die nicht aktiv Musik machen, sind wegen ihrer Profilneurose da. Fotos machen, selbst gut aussehen, zuhause alles hochladen.
Immer weniger Leute leben den Moment, haben aufrichtigen Respekt für das Dargebotene, oder freuen sich Teil einer feiernden Gemeinschaft zu sein. Alles Ego-Trip.
Punkt 3: Spaß war gestern - Verlust des Erlebniswertes
Überhand nehmende staatliche Reglementierungen, Zeitverknappung durch Anforderungen der Leistungsgesellschaft, reale Vereinsamung durch virtuelles Networking ... immer weniger Leute haben die Zeit oder Möglichkeit einen Erlebniswert zur Musik herzustellen.
Stattdessen wird sie üblicherweise am PC geladen. Der Erstkontakt zu einem neuen Album findet also immer am selben Ort statt. Keine anderen Menschen, keine besonderen Gerüche, keine speziellen Geschehnisse - einfach nur PC, Internet, fertig.
Punkt 4: Anpassung der Musiker
Ironischerweise entstehen auch immer mehr Alben auf diese Weise. Musikern fehlt das Geld fürs Studio, also nehmen sie zuhause am Rechner auf und fragen andere Musiker in Internet-Foren wo ihre Ideen und ihre Leidenschaft hin sind - es quäle sie Kreativitätslosigkeit und der Sound wäre auch kacke. Am Schluss sind sie sich alle einig - das Equipment tauge nichts, es müsse neuer Kram her. Die noch halbwegs lebendigen Musiker sehen den Hund woanders vergraben und haken freundlich und vorsichtig nach, wie es denn mit der Aktivität im Leben der jeweiligen Person derzeit so aussähe.
Und sie haben natürlich recht. Das Anforderungsprofil an einen Musiker heutzutage ("mach' alles selbst, aber liefere die gewohnte Qualität ab"), ist im Grunde genommen Irrsinn. Alles selbst zahlen, alles selbst managen, Internet-Profi sein, Photoshop-Profi sein, Recording-Crack sein.
Der klassische Rockstar verzweifelt an diesen Aufgaben, während der Nachwuchs-Musiker diese zwar als normal ansieht, aber als ergebnisorientiertes Pragmatismus-Kind komplett ohne Charisma und die Ecke kommt und die gleiche Standard-Kost abliefert, wie tausende andere Kollegen auch. Anforderungsprofil "Profi" wird erfüllt, mehr darf man unter o.g. Umständen nicht erwarten.
Punkt 5: Kapitalismus
Speziell in den letzten 10 Jahren wurde der westliche Teil der Weltzivilisation durch Politik und Medien dahingehend bearbeitet, dass leistungsbasiertes aussieben notwendig sei, einem kleinen Teil der Menschen viel zustehe, den anderen nix und diese wären dann auch selbst schuld an ihrer Lage. Die Leute denken mittlerweile zu grossen Teilen so und dementsprechend gross ist die Missgunst, sobald jemand im Rampenlicht steht. Jeder will selbst an der Spitze der Nahrungskette stehen und niemanden bewundern, der "über einem" steht.
Casting-Shows vermitteln das Bild harter Arbeit und ziehen so das Wohlwollen der Menschen auf sich, während dem Musiker ansonsten eher das Bild des faulen Taugenichts anhaftet. Dieser Futterneid ist so extrem, dass der Kunst jeglicher Nährboden entzogen wird. Denn die Kunst benötigt durchaus Zeit und Muse, Reflektion, faule Tage, Weltenbummelei und einfach das pure Sein-Dürfen.
Wer dem Musiker das verwehrt, aber gleichzeitig tiefergehende Unterhaltung ersehnt, hat das Wesen der Kunst nicht verstanden.
Kommentar:
So siehts aus. Die ganzen neuen Bands sind kurzweilig und kopieren sich gegenseitig. Nach einem Album ist dann meistens auch schon Schluss. So können keine großen Bands entstehen, die über Jahre lang erfolgreich sind. Es fehlt einfach an Kreativität!
Kommentar:
Naja, die Grenze die man mindestens zeigen muss wird auch immer höher. Im Metalbereich werden die jungen Bands auch komischerweise nicht sehr gerne gesehen (z.B. Bring Me The Horizon). Ich selber spiele auch in einer Band, aber nur wegen dem Spaß. Ich geh lieber auf Konzerte, anstatt welche zu geben. Zudem muss man anfangs sehr viel Geld reinstecken, bevor was rauskommt. Und junge Musiker haben halt kein Geld. Ich muss mind. 150€ für ein Becken hinlegen. Und ich hab mehr als nur eins. Dann die neuen Fälle, usw.. Und ich will meine Eltern deswegen nicht arm machen, wo ich mir ner hohen Wahrscheinlichkeit eh keine Chance habe.
Kommentar:
Wer ist das auf dem Foto?
Kommentar:
wie wärs mit airbourne und porcupine tree? chronisch zu wenig beachtete bands gibts doch genug
Kommentar:
Sind Sie vielleicht John Wayne oder bin ich das.
... o.O
Kommentar:
Die Album Preise sind einfach teilweise unerhört überzogen, da überlegt man sich dreimal ob man ein Album kauft oder nicht.
Ich kenne hier in unserer dörflichen Umgebung viele tolle Bands, jedoch ist es einfach zu schwer den großen Sprung ins kalte Musikbusiness zu schaffen.
Zudem trägt die Gema auch Ihren tei ldazu bei.
Kommentar:
Ja genau das Problem versuchen WIR ( Dying Mary ) zu lösen!
Wir sind nur noch auf der Suche nach Zwei Individuen, die sich mit uns zusammentun um die Welt zu ROCKEN!
Sänger und Bassist gesucht!!!
myspace.com/Dyingmary











