Der Gerichtsprozess gegen die Betreiber der File-Sharing-Plattform "The Pirate Bay" wurde weltweit verfolgt, jetzt gab es harte Urteile. Zu Recht, folgt man der Argumantation von Exodus-Gitarrist Gary Holt, der keine Gemeinsamkeit zwischen File-Sharing und z.B. Tape-Trading sieht.
In den 80ern funktionierte die internationele Metal-Szene noch maßgeblich über das Tape-Trading. Fans tauschten sich über Kassetten aus, die sie selber zusammenstellten und an Freunde verschickten. Prinzipiell genau das gleiche wie beim File-Sharing, nur dass dieses schneller, weitflächiger und eben digital ist, sagen die Einen. Unsinn, meinte Exodus-Gitarrist Gary Holt kürzlich in einem Interview:
„Das hat nichts miteinander zu tun. Ein Tape-Trader liebte seine Band. Er musste eine physische Kopie erstellen, zur Post gehen und auf seine eigenen Kosten das Tape an seinen Freund auf der anderen Seite der Welt schicken. Er hat Energie und Liebe für die Band investiert. Heute klickt man nur mal, mag ein Album dann doch nicht mehr und löscht es wieder. Früher halfen die Trader den Bands, Downloader nehmen einfach nur.“
Da müsste dem Exodus-Klampfer das Urteil eines schwedischen Gerichtes gerade recht kommen: es hat die Besitzer der File-Sharing-Plattform "The Pirate Bay" schuldig befunden, massiv Urheberrechte verletzt zu haben. Alle vier Angeklagten müssen nun eine einjährige Haftstrafe absitzen. Dazu kommen rund 2,74 Millionen Euro Schadenersatz.
Das Urteil könnte weit reichende Folgen haben, denn die Verhandlung gegen die Besitzer einer so genannten BitTorrent-Plattform ist juristisch wegweisend. Die Angeklagten selber haben schließlich keine Songs oder Filme zur Verfügung gestellt oder vervielfältigt, sondern „nur“ eine Art Suchmaschine bereitgestellt, mit der Filme und Musik zum Download gefunden werden konnten. Ins Netz gestellt wurden sie aber von anderen Personen.
Dass die Verurteilung viel bringe, bezweifelt Anders Rydell, der bereits ein Buch über das Phänomen geschrieben hat, in einem Interview:
„File-Sharing hat unseren Zugang zu Kulturgütern geändert und die Geschäftsmodelle passen sich dieser neuen Realität an. Sie werden sich schneller ändern, als die Gesetze. Wir werden letztlich also Gesetze haben, die kaum eine andere reale Funktion besitzen, als die Leute einzuschüchtern.“
Anders Rydell geht sogar soweit, den Verurteilten einen Sieg in der Niederlage zu attestieren:
„Es wäre gut möglich, dass sie zu Märtyrern werden und die 'Piraten-Bewegung' noch verstärkt wird. Zumal die Server nicht in Schweden stehen und daher auch nach dem Urteil nicht viel passieren wird.“
Pirate Bay wurde 2003 in Schweden gegründet und erreichte circa 22 Millionen User weltweit.
Von:DavidDatum:21.04.09 Kommentar: Das Argument "wenn ich alles was ich möchte kaufen würde, wäre ich pleite" ist doch komplett dreist.
Schon mal was von Entbehrung gehört? Hast du den Anspruch im Supermarkt auch? Dann pack doch die Taschen voll und geh' ohne zu zahlen raus. Ist ja dein recht und so...
Von:metalheadDatum:21.04.09 Kommentar: das problem sind doche igentlich weniger die downloads ansich, als die illegalen downloads! wenn man sich eine cd über itunes(zb)kauft bekommen die musiker genauso viel wie wenn man die cds kauft. aber file-sharing ist meiner meinung nach illegale downloadhilfe und das urteil ist richtig so!
Von:DeusDatum:21.04.09 Kommentar: "...Heute klickt man nur mal, mag ein Album dann doch nicht mehr und löscht es wieder. Früher halfen die Trader den Bands, Downloader nehmen einfach nur.“
Tja... Dann war das Album wohl mies und sein Geld ohnehin nicht wert gewesen...
Wenn man auf eine Band steht oder einem ein Album besonders gut gefällt, dann möchte man es auch unbedingt im Original haben. Zumindest ist das bei mir so. Ich sehe ehrlich gesagt P2P wirklich eher als Mittel der Verbreitung/Werbung/Test an...
Wobei... Vielleicht kann ich das auch nur nicht beurteilen da sich P2P wegen meiner ISDN Verbindung eh nicht lohnt...
Von:PolymatDatum:21.04.09 Kommentar: Wie sagte einst Mahatma Gandy ? "es ist genug da um die Menschheit zu befriedigen, aber licht genug um deren Gier zu befriedigen..... Am meißten nehmen uns doch GEMA, GVL und wie die alle heißen. Mich wird masl ehrlich interessieren was die Musiker wirklich davon sehen ? Ich mein ich gehe arbeiten und bekomme dafür Kohle - Musiker sitzen im Studio und sind Kreativ und bekommen dafür ihre Kohle, aber die Affen die sich die Kohle einstecken sind doch die Kunden wie Bohlen ......
Von:KevinDatum:20.04.09 Kommentar: @Der_typ:
Du kaufst Dir die CDs auf CD? Also ich kaufe die CDs lieber auf Tape :D
Mal im Ernst: ich kann mit stolz behaupten niemals illegal runtergeladen zu haben. Ich kaufe mir entweder die CDs oder kaufe online. So unterstütze ich die Band und kann mir sicher sein, dass da noch etwas kommt. Außerdem ist das Artwork verdammt wichtig.
Von:juggsDatum:20.04.09 Kommentar: Meine Meinung ist und bleibt das der ganze Heck-Meck geht nicht anders als um Geld. Der Musik Industrie hat alles so teuer gemacht das es läßt mänche nix übrig. Und was ist dabei eine Album zu runterlade zu anhören? Ich kaufe eine Album wenns mir gefällt. Lade ich was runter und ich möge es nicht, lösche ich es und kaufe der Klump nicht. Klar das es bei mänche übertrieben ist, aber ich denke das mann nicht tun kann dagegen.
Von:Der_typDatum:20.04.09 Kommentar: Also ich downloade selber auch, aber ich kaufe mir die CDs auch wenn sie erscheinen auf CD und gehe auf die Konzerte der Bands. Mittlerweise weiß ich gut welche Bands mich nie enttäuschen und wenn man ein richtiger Fan ist und Musik liebt dann sollte man auch bereit sein Geld dafür auszugeben und die Bands unterstützen. So sehe ich das.
Von:TodDatum:20.04.09 Kommentar: Man muss sich fragen ist man bescheuert, für ne Cd 18 Euro hinzublättern. Nur damit die Affen noch mehr kohle machen. Das ist wie mit den benzinpreisen alles künstlich erzeugt und wir schlucken die pillen. Zu DM Zeiten hab ich für ne DVD ca. 30 mark bezahlt und jetzt bezahl ich für ne Cd umgerechnet 36 Mark. Was ist hier los? Und mit solchen Ausreden wie höhere Produktionskosten und sowas brauchen se ne kommen. Das sind eh alles Verbrecher.
Der Mensch ist gierig und will imemr mehr und genauso sidn die großen Bands bzw. deren Plattenfirmen.
Von:pLaST!cmANDatum:20.04.09 Kommentar: was ein schmarn!!!
WER bekommt den das meiste geld vom cd verkauf??
also.
und ich mein HALLO?
wenn mir ne band dann gefällt gehts aufs konzi, was bei "mainstreambands" scho 40€fast normal wird.
dazu kauf ich merch (shirts) was auf konzis bei trivium z.b. 30€ !!!! für nen billiges shirt gewesen wär. ne,die kauf ich online. da bekommt die band mehr als bei cd verkauf.
und zu guter letzt, is ne platte HAMMERGEIL, so wie aktuell THE BLACKENING, dann wird die als vinyl gekauft.
den filesharing hilft bands eher, als das es schadet, es schadet meist eher den schlechten bands.
Von:ShareyourselfishDatum:20.04.09 Kommentar: Bei der Schwemme von Müll kaufen? Nein. Newcomer, die WIRKLICH gut sind, werden auch gehört. Sie können von der Musik nicht leben. Na und? War früher auch nicht anders.
Von:asdfDatum:20.04.09 Kommentar: Jedes mal eine CD kaufen kann ich mir nich leisten. Wenn ich allerdings ein Album downloade kann ich die Band kennenlernen und gehe dann auch ans Konzert. Andersherum kann ich ja nicht jede CD kaufen die gut aussieht und so auch nicht neue Bands kennenlernen
Von:paulDatum:20.04.09 Kommentar: so ists recht!!!!!!
die leute sollen die cd s kaufen und nicht downloaden sonst haben alle newcomer im musikgeschäft keine chance mehr!!!!!
Von:nygardDatum:20.04.09 Kommentar: Eben, die Preise sind nunmal ein Problem, und wenn der Markt mit Müll überschwemmt wird, ist man es schnell leid, für das ganze Zeug was einen interessiert zu zahlen...
Von:AuffiDatum:20.04.09 Kommentar: hat exodus nicht mal ne myspace-bulletin geschrieben in der stand es ist ihnen egal ob man sich das neue album (exhibit a) illegal runterlädt oder man es sich kauft, hauptsache man zeigt es seinen freunden und promotet damit die band ein bisschen...
ich meine mich an etwas in der richtung erinnern zu können.
Von:alkeDatum:20.04.09 Kommentar: trozdem geht es doch nicht, einfach nix für bezahlen^^
wer band checken will soll myspace benutzen.
Tim hat zwar recht aber was willste machen? ausserdem ist es für mich das was gary holt meont, wenn er sagt das man wen man die band liebt einen physisschen teil davon besitzen will.
trifft auf mich exakt zu.
ist zwar nicht ganz billig die einstellung, aber da muss man prioritäten setzen. und ncih timer alles kaufen wenns gerade erschienen ist.aber da kann man sicherlich drüber streiten ;)
Von:WitchkingDatum:20.04.09 Kommentar: Ich habe lediglich das "nicht-kaufen" angeprangert. Ich finde es okey sich zuerst was anzuhören bevor man es kauft. Das kannst du in deinem Plattenladen des Vertrauens genauso wie über Downloads. Das Schadet den Bands nicht, denn du hättest die Musik ja sowieso nicht gekauft wenn diese dir im Plattenladen auch nicht gefallen hätte.
Ganz anders jedoch wenn man die Musik runterzieht anstatt zu kaufen. Das ist respektlos gegenüber der Arbeit der Bands. Auch ich zahle oft 30 schweizer Franken pro Album na und? Wenn du kein Geld hasst kannst du ja auch nicht rauchen oder ein Bier trinken gehn. Schade also das die Musik offenbar als weniger wertvoll errachtet wird, denn für andere Güter hat das Geld doch sicher noch jedesmal gerreicht oder?
Von:selber Schuld :-)Datum:20.04.09 Kommentar: Also ich schließe mich der Meinung von Denke hilft.... an. So viel Schrott wie im Moment auf dem Markt ist, die sind keinen Cent wert!
Außerdem finde ich die Preise völlig überzogen, für kjnapp 40 Min Musik im Schnitt 17 EUR nee wirklich nicht. Frage warum werden CD#s so teuer verkauft? Platten waren doch im Schnitt auch günstige, obwohl teurer in der Herstelluzng, hmmmmmmmmmmm verstehe ich nicht, vielleicht mal bei warner oder Virgin nachfragen!
Alles selber Schuld!
Von:hollywoodDatum:20.04.09 Kommentar: Ich denke auch, dass es eine Milchmädchenrechnung ist anzunehmen, dass Bands mehr Musik verkaufen, wenn downloads fortan nicht mehr möglich wären. Ich denke, eher das Gegenteil wäre der Fall. Wie einige Vorgänger schon sagten: Wenn ich nicht mehr die Möglichkeit habe, mich in Ruhe in ein Album einzuhören, bevor ich es kaufe, dann kaufe ich es garantiert gar nicht.... für 20 Euro!
Von:TimDatum:20.04.09 Kommentar: Klar, aber die Musikindustrie ist selbst dran schuld, das solche Dinge wie Pilze aus dem Boden schiessen, ich meine, für eine Neuveröffentlichung zahle ich hier in der schwiz schnell mal 30 Franken, was etwa 20 Euro entspricht!!
wenn ich alles kaufen würde, was mir gefällt, wäre ich schon längst pleite!
Von:Denken hilft...Datum:20.04.09 Kommentar: Nur gut, dass niemand was auf WitchKings Meinung geben muss.
Die Musikindustrie hat diese Tendenz selbst verschuldet. Abgesehen davon, dass mich Downloads noch nie davon abgehalten haben, gute Musik auch zu kaufen. Leider ist da das Problem: gute Musik ist rar und ich weigere mich einfach, für Schrott Geld auszugeben.
Von:WitchKingDatum:20.04.09 Kommentar: Ein gutes Urteil wie ich finde. und hoffentlich wegweisend für künftige Prozesse. File-Sharing schadet fast ausschliesslich nur der Musikszene. Wem das Geld für die Musik zu schade ist, hat meiner meinung nach kein Recht diese zu konsumieren.
Von:CheckerDatum:20.04.09 Kommentar: Exodus vs Intel wäre gerechter:
Mit eurem Pentium wird Exodus Mukke kopiert, sofort die Produktion einstellen.
Waaass, das trauen die sich nicht, gerechte Welt :(