1990
Definitiv ein gutes Jahr: Deutschland wird Fußball-Weltmeister - und die ganze Welt pfeift auf die Scorpions (bzw. "Wind Of Change"). In den härteren Regionen baggern PAINKILLER, SEASONS IN THE ABYSS und COWBOYS FROM HELL um die Gunst der Fans.
Definitiv ein gutes Jahr: Deutschland wird Fußball-Weltmeister - und die ganze Welt pfeift auf die Scorpions (bzw. "Wind Of Change"). In den härteren Regionen baggern PAINKILLER, SEASONS IN THE ABYSS und COWBOYS FROM HELL um die Gunst der Fans.
Das schwarze Album katapultiert Metallica in neue Dimensionen. Skid Row toppen mit SLAVE TO THE GRIND als erste Metalband die amerikanischen Charts. Guns N'Roses belegen wenig später mit ihren USE YOUR ILLUSION-Alben sogar die ersten beiden Plätze. Nirvana starten mit NEVERMIND endgültig den Grungeboom.
Zeit für Veränderungen: Vince Neil verlässt Mötley Crüe, Dave Lombardo Slayer und Phil Taylor Motörhead. Alice In Chains werden für DIRT ebenso gefeiert wie Body Count und RATM für ihre Debüts. Das traditionelle Lager hält mit FEAR OF THE DARK, COUNTDOWN TO EXTINCTION und VULGAR DISPLAY OF POWER aber mächtig dagegen.
Die Schocker des Jahres: Bruce Dickinson verlässt Iron Maiden und Rob Halford Judas Priest. Noch niederschmetternder ist aber der Unfalltod von Savatage-Gitarrist Criss Oliva. Die guten Nachrichten hören auf die Titel CHAOS A.D., SOUND OF WHITE NOISE, HEARTWORK, ICON und WOLVERINE BLUES.
Der Selbstmord von Ikone Kurt Cobain überschattet das Musikjahr. Korn hüpfen mit ihrem Debüt an die Spitze der New-Metal-Bewegung, während Slayer mit ihrem neuen Album DIVINE INTERVENTION enttäuschen. Besser machen es Soundgarden und Machine Head mit ihren Alben SUPERUNKNOWN bzw. BURN MY EYES.
Industrialisierung 2.0: Rammstein setzen die deutsche Musiklandschaft mit ihrem HERZELEID unter Feuer. Ähnlich mechanisch gehen auch Fear Factory (DEMANUFACTURE) und White Zombie (ASTRO CREEP: 2000) zu Werke. Iron Maiden setzen beim ersten Album ohne Dickinson derweil vergeblich auf den X FACTOR.
Metallica kehren geschminkt und mit alternativen Einflüssen zurück: LOAD spaltet die Szene. Auch woanders geht's hoch her: Slash verlässt Guns N'Roses und Sammy Hagar Van Halen. Der zurückgeholte David Lee Roth wird von der Band direkt wieder gefeuert. Dafür angelt sich Tim Owens den Job bei Judas Priest.
Metallica veröffentlichen mit RELOAD den zweiten Teil ihrer Songwriting-Sessions. Die Szene freut sich über die erste Black Sabbath-Reunion und die zunächst belächelten HammerFall zeigen mit ihrem Debüt, das "true" immer noch "in" ist. Nightwish locken die Fans mit ANGELS FALL FIRST in die Oper.
System Of A Down stellen mit ihrer ersten CD die Musikwelt auf den Kopf. Ähnlich offensiv geht auch Rob Halford an die Öffentlichkeit: Er bekennt sich in einem MTV-Interview zu seiner Homosexualität. Sepultura präsentieren ihr erstes Album nach der Trennung von Max Cavalera. Faith No More sind derweil Geschichte.
Metallica geigen den Fans mit S&M was, während Dickinson ins Line-Up von Iron Maiden zurückkehrt. Die beiden großen Alben des Jahres heißen SLIPKNOT und SIGNIFICANT OTHER (Limp Bizkit). Der New Metal wird nie mehr so groß sein wie zu diesem Zeitpunkt.
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