Wer Überraschungen liebt, steht mit AC/DC nicht erst seit heute auf Kriegsfuß – die Australier sind neben Modern Talking die vielleicht mit Abstand berechenbarste Band der Welt. Daran gibt es einfach nichts zu rütteln.
Das Gegenteil ist ebenso wenig wahrscheinlich wie Gewichtsverlust bei Kühnemosh oder der Beweis, daß Angus Vbung die Vokabel ‚progressiv‘ tatsächlich buchstabieren kann. So war’s, so ist’s und so wird’s immer bleiben. Gab es etwa in den letzten 15 Jahren gravierende Stilwechsel, oder haben AC/DC auch nur ein einziges Mal nicht das gemacht, was jeder von ihnen erwartet hat? Eigentlich nicht. Und erwarten wir etwa Neuerungen von der neuen Langrille?
Ganz bestimmt nicht. Strafen sie uns Lägen? NEIN! BLOW UP YOUR VIDEO ist die alte Leier – Rock’n’Boogie, rotziges Riff Raff, straighter Beat und was AC/DC sonst noch auszeichnet. Die Lyrik von „Some Sin For Nuthin'“ hatten wir in ähnlicher Form schon mal bei „Sin City“, das Produzentenpaar Harry Vanda/George Ybung, das seit der „Who Made Who“-Single wieder mit der Band arbeitet, hat den AC/DC-Sound in den Urzeiten mitgestaltet und hier ganz gezielt darauf hingewirkt, daß auf BLOW UP YOUR VIDEO wie eh und je kracht.
Das ist ja nichts Negatives. Denn, um Brian Johnson zu zitieren: „That’s The Way I Wanna Rock’n’Roll“. Solange AC/DC bleiben, wie sie sind, sind ihnen sechs Punkte immer sicher.
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