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Hard Rock

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Musikalisch ist der Hard Rock durch kräftigen bis aggressiven Gesang, verzerrte Gitarren sowie druckvollen Bass und Schlagzeug gekennzeichnet. Zudem werden häufig Pianos oder Keyboards verwendet. Die geschichtliche Entwicklung lässt sich in drei Phasen einteilen.

Von Black Sabbath bis Deep Purple

Die Jahre 1968 bis 1975 bildeten dabei die erste Phase. Sie wurde von den sechs großen Hard Rock-Bands Deep Purple, Uriah Heep, Led Leppelin, Nazareth, Alice Cooper, und Black Sabbath geprägt. Die Musik der Bands war dabei sehr unterschiedlich und variantenreich. Deep Purple und Uriah Heep ließen durch ihre klassischen Einflüsse erste Ansätze des späteren Progressive Rock erkennen, während Led Zeppelin (LED ZEPPELIN I & II, beide 1969) heute als die wichtigste, durch den Blues beeinflusste Hard Rock-Band gilt.

Die frühen Alben von Nazareth (RAZAMANAZ, 1973) lassen hingegen bereits erste Elemente des Sleaze Rock erkennen. Black Sabbath wiederum schufen mit ihren basslastigen und langsamen Stücken die Grundlagen für den Doom- und Stoner Rock. Einen anderen Weg beschritt Alice Cooper (LOVE IT TO DEATH, 1971) der, besonders durch die spektakuläre Bühnenshow mit Schein-Enthauptungen und lebende Schlagen auf der Bühne den Grundstein für den sogenannten „Schock Rock“ legte.

Das Ende einer Ära

Die zweite Phase des Hard Rocks dauerte von 1975 bis etwa 1980. Geprägt wurde sie durch Bands wie AC/DC, Aerosmith und Kiss mit Alben wie LET THERE BE ROCK (1977), TOYS IN THE ATTIC (1975) und DESTROYER (1976). Die Phase zeichnet sich musikalisch vor allem durch ihr Ungestüm und Einfachheit aus. Ihr Ende wird durch die Tode von AC/DC-Sänger Bon Scott und Led Zeppelin- Schlagzeuger John Bonham im Jahre 1980 markiert.

Die dritte Phase beginnt mit dem Erscheinen des gleichnamigen Debüt-Albums der Band Van Halen im Jahr 1978. VAN HALEN griff Elemente früherer Aerosmith oder Kiss-Alben auf, legte den Fokus aber deutlich stärker auf das virtuose Gitarrenspiel von Eddie Van-Halen, das unter anderem durch sein perfektioniertes Fingertapping auf der Leadgitarre hervorstach. In den 1980er Jahren erreichte der Hard Rock dann seinen kommerziellen Höhepunkt. Verantwortlich dafür waren Alben wie SLIPPERY WHEN WET (1986), PYROMANIA (1983) oder APPETITE FOR DESTRUCTION (1987) von Bon Jovi, Def Leppard und Guns N’ Roses.

Viele der frühen und späten Hard Rock Bands sind auch noch heute aktiv und zählen zu den größten und erfolgreichsten Rock-Acts überhaupt. Dazu gehören Gruppen wie Bon Jovi, Aerosmith, Alice Cooper, Kiss und AC/DC. In den Zweitausendern erlebte das Genre mit Bands wie Airbourne zudem eine Frischzellenkur, die an der Spielweise allerdings wenig änderte.

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