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Korg Pandora PX2

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„Vor dem Test hatte ich keine blasse Ahnung, was für ein Gerät sich hinter dem PX2 verbergen würde. Beim Öffnen des Kartons war die Überraschung groß. Das Gerät ist nur etwas größer als eine Zigarettenschachtel. Neben einen großen Anzeigefeld auf der Gehäuseoberseite befinden sich rechte zwei große Tasten, um zum einen durch die Programme zu steppen und gleichzeitig deren Parameter editieren zu können. Auf der linken Seite liegen sieben runde Bedienknöpfe, hiermit könnt ihr durch die Parameter der einzelnen Programme zappen, deren Zusammensetzungen verändern und den neu gewählten Sound abspeichern. Doch das ist noch nicht alles: Das PX2 besitzt noch einen Lautsprechersimulator mit dem ihr das Klangverhalten des Sounds zwischen Combo und Stack einstellen könnt. Eine bordeigene Rhythmusmaschine bietet 32 verschiedene Beats in den Geschwindigkeiten von 40 – 208 Schlägen pro Minute. Außerdem läßt sich über den Pitch-Effekt die Tonhöhe einer eingeschliffenen CD um eine Oktave nach oben und unten verstellen, mit der Funktion Center-Cancel könnt ihr die Spur, meist Stimme oder Sologitarre, die sich auf einer CD in der Mitte befindet, unterdrücken und auf diese Weise Leadgitarre zu eurer Lieblings-CD spielen. Dies sind vielleicht jetzt verwirrend viele Features, doch ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung brachte Klarheit: Das PX2 besitzt 56 Effektarten sowie 38 Presets, alles ist programmierbar, versteht sich. Am besten, ihr lehnt euch bequem in den Sessel zurück und klimpert einfach los. Dann werdet ihr feststellen, wie gut die Sounds des PX2 sind und wie viele extrem praktische Zusatzfunktionen sich an Bord befinden. Das PX2 besitzt ein Stimmgerät, eine Rhythmusmaschine, eine Lautsprechersimulation und die Möglichkeit, einen CD-Spieler anzuschließen. Das Ausgangssignal könnt ihr über einen Instrumentenverstärker oder eure Stereoanlage abspielen natürlich ist es möglich, dies direkt in ein Mischpult oder eine Bandmaschine einzuspeisen. Wenn ihr zu einer CD spielt, könnt ihr deren Signal in der Tonhöhe optimal eurer Gitarre anpassen. Bis dato hatte ich als konservativer Musiker hauptsächlich Erfahrung mit Stacks und echter Hardware, doch dieses Zwergenwunderteil hat mich vom Hocker gehauen!

Der Sound

Die Werkssounds klingen echt ansprechend. Da hat kein Effektfreak sich einen zusammenprogrammiert, sondern die Sounds kommen echt lebendig, ohne technischen Ballast und Bombast rüber. Über eine Stereoanlage oder beim Homerecording direkt in ein Mischpult eingespielt klingt das Teil noch geiler. Selbstverständlich kannst du alle klanglichen Bestandteile der einzelnen Effekte verändern, die Art der Verzerrung, die Tiefe des Chorus etc. Da das PX2 stereo ausgelegt ist, klingen natürlich Effekte wie Delay, Chorus oder Flanger mit einer beeindruckenden Räumlichkeit. Obwohl der Cabinet-Resonator sich klanglich gut in Richtung Combo oder Stack orientiert, läßt er sich natürlich nicht mit dem Sound eines echten Stacks vergleichen – aber das kann auch nicht Sinn eines Miniteils für 469 Mark sein. Was aus dem PX2 an Klängen kommt, ist beängstigend gut.

Fazit

Warum ist das PX2 nicht schon vor zehn Jahren entwickelt worden? Ein tolles Gerät!“

Nähere Informationen: Korg & More Industriestraße 20 35041 Marburg Tel. 06421/989503

Steckbrief

Modell: PX2 Gitarrenprozessor

Hersteller: Korg

Programme: 38

Effektvariationen: 56

Rocksounds: Distortion, Oberdrive, Cabinet Resonator

Vintagesounds: Vibrato, Tremolo, Phaser, Flanger, Wah

Studiosounds: Pitch, Delay, Reverb, Chorus, Compressor, Pan, EQ, Random Filter, Noise Reduction

Bordeigene Rhythmen: 32, 40-208 Schläge pro Minute

Aux-In: Center-Cancel, Pitch Shifter

Eingänge: Aux-In, Main-In, Bypass

Schalter: Netzschalter

Preis: 469 Mark

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