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von Diana Glöckner
Mit BLOOD OF THE SAINTS konnten Powerwolf sich bis an die Spitze des METAL HAMMER-Soundchecks durchbeißen. Mit dem Vorgänger BIBLE OF THE BEAST war die Band noch knapp am Sieg vorbei geschrammt. Soll das also heißen, dass die vierte Scheibe sogar noch besser ist als die äußerst erfolgreiche und beliebte dritte? Das kann wohl erst der „Test of time“ beantworten. Auf jeden Fall ist sie verdammt gut – und anders, wie auch Matthew Greywolf findet.
Die vierte Scheibe von Powerwolf fährt den auf dem Vorgänger maximal ausgereizten Bombastfaktor etwas zurück. So bekommt man sowohl bombastische Metal-Hymnen mit Chören und sakraler Orgel-Atmo wie auch eher abgespeckte Songs, die gerade auf Dauerrotation ihren Reiz offenbaren. „Ja, da würde ich zustimmen, und das sehe ich auch absolut als Kompliment“, nickt Matthew ab. „Ich glaube, dass ein Album Songs braucht, die sofort funktionieren, aber eben auch welche, die wachsen können.“
Als unbestreitbarer Hit darf ʻWe Drink Your Bloodʼ gelten, zu dem der erste Powerwolf-Videoclip gedreht wurde. Eigentlich ein Unding, dass man bei einer derart stark visuell geprägten Band so lange darauf warten musste. Dafür wird jetzt aber das volle Programm aufgefahren. „Wir haben in einer entweihten Kirche gedreht, einer stilechten, alten Klosterkapelle, die noch komplett eingerichtet ist“, freut sich Matthew. „Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass Schauspieler einen verdammt harten Job ausüben: Wir hatten zwei Drehtage, und nach diesen zwei Tagen sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen wie nach einer sechswöchigen Tour. Da wir ganz spezielle Lichtverhältnisse wollten, mussten wir nachts drehen. Entsprechend haben wir dann von acht Uhr morgens bis zum nächsten Morgen um sieben durchgedreht – im wahrsten Sinne des Wortes.“
Feuer, Blut, Nebel, ein im Beichtstuhl tobender Attila Dorn und dazu ein Bilddesign wie in einem alten Horrorstreifen – das Ergebnis dürfte wohl jeden Wolfsjünger verzücken. Und es zeigt einmal mehr, dass die Detailliebe, mit der die Band zu Werke geht, sich auszahlt: Angefangen bei der optischen Präsentation bis hin zu den Albumaufnahmen, für die diesmal mehrere Studios und eine Kirche geentert sowie zwei verschiedene Chöre bemüht wurden.
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