- 01. Dez 2010
von
Features
Produzenten-Special: Ross Robinson
Ross Robinson gilt als „Der Pate des New Metal“, auch wenn er das selbst nicht mehr hören kann. Im Interview erzählt der Produzent, was ihn einst an Bands wie Slipknot, Korn und Limp Bizkit faszinierte.
Wer es als Musiker nicht schafft, wird Produzent: So lautet eine weit verbreitete These, die auch im Falle von Ross Robinson greift. Er beginnt seine musikalische Laufbahn an der Seite des heutigen Machine Head-Drummers Dave McClain in der Thrash Metal-Band Murdercar. Doch schon bald entdeckt er sein Faible für das Produzieren.
In den Neunzigern macht sich Robinson fortan einen Namen als „Godfather des New Metal“: Er entdeckt, produziert und fördert Bands wie Korn, Limp Bizkit sowie Slipknot und verpasst ihnen einen charakteristischen Sound, mit dem die genannten Gruppen bis heute identifiziert werden.
Welches war deine bislang spannendste Produktion und warum?
The Cure. Sie sind meine absolute Lieblingsband, und daher war es schön, mein ganzes Herzblut reinlegen zu können.
Wie bereitest du dich auf eine Produktion vor?
Falls ich einen besonders klaren Blick benötige, ziehe ich mein zehntägiges Hardcore-Programm durch: kein Essen, nur Kräuter und Säfte. Sich da spirituell reinfallen zu lassen, weckt neue Kräfte, um voll attackieren zu können. Musik kommt von innen, also höre ich ganz genau hin, was mein Bauchgefühl mir sagt.
Was erwartest du von den Musikern im Studio?
Ich möchte, dass sie ohne Scheuklappen denken. Eigentlich funktioniert der Rest dann automatisch. Meine Erwartungshaltung ist enorm: Wenn ich merke, dass jemand faul ist, kann ich sehr unangenehm werden, egal, ob es sich um meinen Techniker oder ein Band-Mitglied handelt.
Welches Album aus deiner Karriere erfüllt dich mit Stolz?
Das Korn-Debüt.
Du hast auch für Vanilla Ice und sein New Metal-Album gearbeitet, eine Neuaufnahme von ‘Ice, Ice Baby’ inklusive. Funktioniert hat das nicht wirklich…
Doch: Weil es Spaß gebracht hat. Er ist ein guter Junge! Außerdem steht er wie ich aufs Motocross-Fahren…
War das Slipknot-Debüt tatsächlich eine solche Psychotherapie, wie sie sich für einen Außenstehenden anhört oder doch eher „kontrolliertes Chaos“?
Ein bisschen von beidem: Sie waren damals geradeaus, unfassbar hungrig und trotzdem fokussiert.
IOWA klingt dagegen sehr düster und depressiv. Hast du die Zeit im Studio in derselben Erinnerung?
Ihr damaliger Manager war ein Idiot. Ich wollte Slipknot vor ihm schützen. Ich dachte, dass ich mehr für sie bin als nur ein Produzent – grober Fehler, Lektion gelernt.
Wie das Interview weitergeht, erfahrt ihr im ausführlichen Heft-Interview. Es steht im aktuellen METAL HAMMER, der seit dem 20.10.2010 am Kiosk liegt.
Die Ausgabe kann einzeln und portofrei für 4,90 Euro per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 11/10“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
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