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In Berlin läuft ein Theaterstück über die Böhsen Onkelz

Underdogs, Black Metal, Politik

Sechs Jahre nach dem Ende der Böhsen Onkelz lebt die Geschichte der Band wieder auf – an einem Avantgardetheater, inszeniert von Regisseurinnen mit Migrationshintergrund.

Foto:
Rule23 Rec
Böhse Onkelz, Dopamin, Cover

Es ist einfach zu verlockend, diese Faktenkombination mit der politischen Geschichte der Böhsen Onkelz zu verbinden: „postmigrantisches Theater“ setzt sich mit einer politisch viel diskutierten Band auseinander und wird in einem Berliner Avantgardetheater inszeniert. Allerdings wird das vielleicht Wichtigste dabei zur Nebensache: dass nämlich überhaupt ein Theaterstück über die Böhsen Onkelz geschrieben wurde.

Das schlicht „Onkelz“ genannte Werk feierte kürzlich im Berliner HAU-Theater Premiere, Bassist Stephan „Der W“ Weidner war selber anwesend und zeigte sich Premierenberichten zufolge ziemlich entspannt. Die Regisseurinnen Branka Prlic und Tamer Yigit brachten dabei ein Stück auf die Bühne, das sich mit dem Mobbing gegen die Böhsen Onkelz genauso auseinander setzt, wie mit politischen Aspekten und dem selbsterwählten Underdog-Status. Es wird sogar ein durchaus interessanter Vergleich der Onkelz mit den Taten im Früh-90er Black Metal gebracht.

"Onkelz" darf also als ein ausgesprochen eigenes Werk angesehen werden und wird noch bis zum 02.07.2011 im HAU-Theater aufgeführt.

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Kommentare (1)
Theater

klingt auf jeden fall sehr interessant. es scheint wohl so, dass sich die meinung mittlerweile über die band, ihre geschichte und ihr ansehen nach 6 jahren von vielen geändert hat. nur zu schade dass ich erst jetz davon erfahren habe. Ich hoffe das stück wird irgendwann noch mal aufgeführt bzw. schafft es irgendwann in meinen dvd-schrank :)

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