Streit ums Geld

Slayers Statement zum Dave Lombardo-Rausschmiss

[Update:] Es steckt mehr dahinter

Slayer bestätigen, dass Dave Lombardo auf der Australien-Tour von Jon Dette ersetzt wird. In einem Statement schildern sie ihre Seite des Streits.

[Update:] Anscheinend steckt mehr hinter den Streitigkeiten zwischen Slayer-Drummer Dave Lombardo und Kerry King. So lässt es zumindest das offizielle Statement der Band erahnen.

Aber auch Slayer halten sich eher bedeckt, was die genaue Schilderung der Situation angeht. Dave Lombardo soll jedoch in seinem Facebook-Post nur die halbe Wahrheit erzählt haben.

Hier das Statement von Slayer:

“Slayer bestätigen, dass Jon Dette den Platz hinter dem Schlagzeug auf der Australien-Tour, die diesen Samstag (23.02.2013) in Brisbane startet, einnehmen wird. Was Dave Lombardos Facebook-Post angeht, stimmen Slayer mit den Schilderungen von Herrn Lombardo nur in einem Punkt überein: Herr Lombardo stieß weniger als eine Woche vor der geplanten Abreise nach Australien zur Band, um uns völlig neue Vertragsbedingungen zu präsentieren, die unseren derzeitig vereinbarten Bedingungen widersprachen. Der Band war es in dieser kurzen Zeit unmöglich zu einer Einigung zu kommen.

Hinter dieser Sache steckt weit mehr, als Herr Lombardo preisgegeben hat, aber aus Respekt wird Slayer dies nicht weiter kommentieren. Die Band ist ihren australischen Fans sehr dankbar, dass sie für diesen bedauernswerten Zwischenfall so kurz vor Tourbeginn Verständnis aufbringen und freut sich ihre Fans auf den Shows zu sehen.”

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So schnell kann es gehen: Plötzlich sind nur noch zwei Originalmitglieder bei Slayer. Nachdem Jeff Hanneman wegen einer schweren Spinnenbiss-Infektion schon seit zwei Jahren nicht mehr für die Thrash-Legenden spielen kann, wurde nun auch Drummer Dave Lombardo gestrichen und durch Jon Dette ersetzt... vorerst.

In einem von ihm veröffentlichten Statement gab er bekannt, auf der Australien-Tour ersetzt zu werden. Dem vorangegangen waren Streitigkeiten mit Kerry King über finanzielle Aspekte ihres Vertrags.

Letztes Jahr habe Lombardo nämlich herausgefunden, dass 90 Prozent des Slayer-Toureinkommens an das Management gehen. Genauere Informationen sollen ihm aber auch nach dem Anheuern von Rechnungsprüfern verwehrt geblieben sein.

Daraufhin wollte der Drummer, laut seinem Statement, mit der Band zusammen ein neues Geschäftsmodell erarbeiten. Kerry King soll ihm aber recht schnell klar gemacht haben, dass er daran kein Interesse habe und auch nicht davor zurückschrecke, einen neuen Schlagzeuger zu engagieren, wenn er weiter darüber diskutieren wolle.

Wenig später wurde Lombardo per Mail mitgeteilt, er würde auf Slayers Australien-Tour ersetzt werden. Dennoch hoffe der Schlagzeuger darauf, die Probleme mit seinen Band-Kollegen in den Griff zu bekommen.



Slayer - Hell Awaits on MUZU.TV.

Das komplette Statement von Dave Lombardo im O-Ton lest ihr hier:

“I want to personally apologize to all of our fans in Australia who have bought tickets for the tour expecting to see me in my usual place on the drums.

So that you all know the truth, as of the end of the business day on February 14th, I was notified that I would not be drumming for the tour in Australia. I'm saddened, and to be honest I am shocked by the situation.

Last year, I discovered 90% of Slayer's tour income was being deducted as expenses, including the professional fees paid to management, costing the band millions of dollars and leaving 10% or less to split amongst the four of us. In my opinion, this is not the way a band's business should operate. I tried rectifying it by letting my bandmates know, and Tom Araya and I hired auditors to figure out what happened, but I was denied access to detailed information and the necessary backup documents.

I spent the Christmas and New Year holidays realizing I had toured all over the world in 2012, but yet had not been paid except a small advance or provided a proper accounting for a full year's sweat and blood. On top of this, I was told that I would not be paid until I signed a longform contract which gave me no written assurance of how much or on what basis management would deduct commissions, nor did it provide me access to the financial budgets or records for review. It also forbade me to do interviews or make statements having to do with the band, in effect a gagging order.

Last Monday, I sat down with Kerry King and Tom to rehearse for Australia and to propose a new business model that I felt was the best way forward for Slayer to confidently protect itself so we could do what we do best . . . play for the fans. Kerry made it clear he wasn't interested in making changes and said if I wanted to argue the point, he would find another drummer.

On Thursday, I arrived at rehearsals at 1 p.m. as scheduled, but Kerry did not show. Rather, at 6:24 p.m. I received an email from the lawyers saying I was being replaced for the Australian dates.

I remain hopeful that we can resolve our issues. But once again, I sincerely apologize to all of our fans in Australia who spent their money expecting to see the three of us original Slayer members. I look forward to seeing you in the future.”

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