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Dillinger Escape Plan + Poison The Well + Stolen Babies Live Bericht
DILLINGER ESCAPE PLAN + POISON THE WELL...
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Die Mischung macht’s. Sagt man. Doch heute ist sie wirklich arg bunt: Nightwish, Pain und Krieger auf einer Tour. Damit muss das Publikum erst mal klarkommen.
Die Krieger eröffnen das Muskelspiel, und Sänger Thomas Baumgärtel stellt mit seinem X-Pack-Alabaster-Körper klar, dass er auch in Conans Welt einen passablen Kämpfer abgäbe. ‘Teile mein Leid’, fordern die vier Dresdner und gehen mit geradlinigem Metal und deutschen Texten nach vorne – und überraschenderweise zieht das Publikum in der Color Line Arena mit. Mit ordentlich Applaus verlassen die Krieger das Schlachtfeld.
Dann betritt „Peter der Große“ (geschätzte ein Meter fünfzig) die Bühne, steigert mit seinen Pain-Mannen den Langhaarfaktor auf der Bühne um 350 Prozent, und donnert dem verschüchterten Publikum eine Salve Industrial-Synthie-Metal ins Gedärm. PSALMS OF EXTINCTION heißt der aktuelle Longplayer, und dieser Name ist Programm. Besonders die Band-Hymne ‘Just Hate Me’ wird von den vereinzelten Pain-Anhängern gefeiert – auch wenn einige sicher lieber Hypocrisy gesehen hätten. Doch diese Style-Mixtur hätte den Bogen dann wohl doch überspannt.
Nun betreten endlich Nightwish unter pompösen Pyro- und Lichteffekten die Bühne und wollen beweisen, dass die neue Schönheit an Bord der alten auch live in nichts nachsteht. Und Anette Olzon schlägt sich gut, selbst bei alten Stücken – auch wenn ihr die dralle Weiblichkeit einer Tarja Turunen abgeht und sich der bombastische Sound mitunter in überladene Kakophonie ergießt.
Schnell wird augenfällig, dass sich die gute Annette mit hartnäckigem Husten herumplagt und bei ihren Ausflügen hinter die Bühne wohl Tee mit Honig einschmeißt. Umso bemerkenswerter, dass sie nie die Stimme verliert und sich wacker ohne große Aussetzer durch die Stücke kämpft. Eine Rampensau wie Tarja ist sie nicht, doch die Saitenzwirbler Emppu Vuorinen und Marco Hietala wirbeln eh schon genug über die Bühne. Maestro Tuomas Holopainen hingegen hält sich wie immer im Hintergrund, hängt bisweilen wie bei einem Begattungsakt über seinem Instrument und beweist mit der an den Keyboard-Bug gefesselten „Captain Jack Sparrow“-Figur Selbstironie.
Der Tee fordert nach zehn Songs seinen Tribut: Anette muss pullern – und tut das der versammelten Gemeinde kund. Eine skurrile Vorstellung: Während Madame auf dem stillen Örtchen weilt, kreischen Tausende ihrer Fans nach Zugabe. Und nach vollbrachter Tat gibt’s tatsächlich ein paar Nummern obendrauf. Sympathisch, die Frau . Wer war gleich noch mal diese Tarja?
Bilder von allen Bands findet ihr oben in der Bildergalerie, die Setlist von Nightwish folgt hier:
Setlist Nightwish:
1. Bye Bye Beautiful
2. Dark Chest Of Wonders
3. Whoever Brings The Night
4. The Siren
5. Amaranth
6. The Islander
7. The Poet And The Pendulum
8. Sacrament Of Wilderness
9. Last Of The Wilds
10. Sahara
11. Nemo
12. 7 Days To The Wolves
13. Wishmaster
14. Wish I Had An Angel
Benjamin Foitzik
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Kommentare (1)
komantar
Nightwish + Pain + Krieger Live Bericht,
Wer war gleich noch mal diese Tarja? Antwort eines der besten metal und oper Sängerin,
es gibt zu wenig ausgebildete Sängerin wie Tarja in der Metal Musik
von berti am 18. April 2011 17:32 Uhr Melden