- 01. Apr 2011
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Fair To Midland Live-Review
15.08, München, Backstage Einen Tag bevor sie mit DIR EN GREY spielen, nutzen FAIR TO MIDLAND die Zeit und spielen eine eigene Headliner-Show im kleinen Backstage-Club. Eine dumme Idee? Ihr Album FABLES FROM A MAYFLY ist schließlich noch nicht mal veröffentlich.
Als die kurzfristig bestätigte lokale Vorband STIMPACK auf die Bühne geht, sieht es wirklich nach einer öffentlichen Probe aus. Vielleicht 20 Leute drücken sich an der Bar rum – aber das ging STIMPACK ja schon so, als sie für BREED 77 im gleichen Club eröffneten.
Also das Beste draus machen und den guten Eindruck von damals wiederholen. Die Ansagen sind zwar immer noch upgrade-fähig, doch ansonsten macht das intelligente Set der New Metaller Spaß. Vor allem das vorgestellte neuere Material zeigt, dass die Jungs auf dem besten Weg nach vorne sind.
Bei FAIR TO MIDLAND sind dann plötzlich gut 70 Besucher vor der Bühne – erstaunlich eigentlich, denn wer kennt die Band bisher schon? Oder haben sich die guten Auftritte beim Rock am Ring/Rock im Park und Wacken schon rumgesprochen?
Die Texaner legen jedenfalls deutlich härter los, als auf Album, so dass ‘Walls Of Jericho’ trotz ruhiger Momente gleich ernsthaft kracht. Dabei gibt sich auf der Bühne meist ein surreales Bild: Sänger Darroh singt in sich gekehrt seine Texte, während Gitarist Cliff und Bassist Jon ständig explodieren und nicht still stehen können.
Immer mal wieder packt es den stillen FAIR TO MIDLAND-Sänger dann doch, so dass er wie besessen explodiert und der Ekstase entgegen zappelt – nur um gleich drauf wieder introvertiert alles aus seiner extrem eigenen Stimme heraus zu holen.
Schade ist nur, dass es keinerlei Ansagen gibt. Darroh mag es eh nicht, im Mittelpunkt zu stehen (siehe auch METAL HAMMER-Interview) und lässt lieber Samples vom Band laufen. Als nach dem kurzen Set die Band aber einfach verschwindet, bleibt ein etwas unbefriedigtes Gefühl zurück. „Danke“ oder „Auf Wiedersehen“ wäre schon ok gewesen.
Immerhin: Cliff kommt kurz zurück, bedankt sich für die Zugabenrufe und erklärt, dass Drummer Brett Probleme mit dem Handgelenk habe und deswegen keine Songs mehr gespielt werden könnten. Schade auch, denn bei einer so intensiven Live-Show hätte es durchaus noch ein paar Stücke mehr geben können.
Setlist:
‘Walls Of Jericho’
‘Kyla Cries Cologne’
‘Vice/Versa’
‘Tall Tales Taste Like Sour Grapes’
‘Upgrade^Brigade’
‘8-Track’
‘April Fools And Eggmen’
‘A Seafarer’s Knot’
‘Dance Of The Manatee’
TOBIAS GERBER
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