- 30. Jul 2010
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Die „Big Four“ sprechen über Thrash Metal
Das „Big Four“-Treffen war historisch, die vier Großen im Thrash Metal sind sonst nie zusammen zu sehen. Doch wenn man sie schon mal abgreifen kann, sollte man sie auch zum Thrash Metal befragen.
Der Guardian hat sich mit Vertretern von Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax getroffen und über das Thema Thrash Metal gesprochen. Dabei kamen ein paar durchaus interessante Statements heraus.
Über den anhaltenden Reiz des Thrash erklärte Kirk Hammett (Metallica):
„Diese Musik spricht einfach die menschliche Psyche an. Es gibt einen Beat und es gibt eine Menge Energie, die kulturübergreifend zu dir spricht. Egal wie alt du bist, egal woher du kommst. Wenn du die Musik hörst und eine Verbindung herstellen kannst, ist es um dich geschehen. Dann bleibst du dein Leben lang dabei.“
Scott Ian (Anthrax) meldet sich über die frühen Tage des Thrash Metal zu Wort:
„Wir waren damals die Underdogs, haben uns die großen Bands angesehen und gedacht: `Wir sind wirklich Metal. Ihr nicht.` Das ist so dämlich, wenn man heute drüber nachdenkt. Aber genau so haben wir damals gedacht.
Kids wachsen vielleicht mit Bon Jovi oder ähnlichem auf, aber dann werden sie 15 und wollen das einfach nicht mehr. Also fangen sie an Anthrax und Metallica zu hören. Das war unsere Mission: Die Kids davon abzuhalten, auf die dunkle Seite zu geraten.“
Dave Mustaine (Megadeth) erklärt den Protokollisten hingegen, warum Thrash noch immer seinen Reiz hat:
„Es gibt wahrscheinlich immer noch Bands, die Glam Metal rausbringen. Und es wird sicher noch irgendwo ein paar Mädels mit falschen Titten geben, die diesen Mist kaufen. Wer aber wirklich auf Metal steht, der hört Thrash, denn das ist Männermusik.
Es wird versucht, Metal-Fans zu brandmarken und dumm aussehen zu lassen. Als ich in den 90ern mal ins Weiße Haus ging, dachten die Leute, ich könne nichts auf dem Kasten haben. Das Gegenteil war der Fall: ich konnte mich ziemlich gut artikulieren.“
Ob diese Einschätzungen nun tatsächlich auch Einsichten sind, müssen Fans selber entscheiden. Immerhin kommen sie von Musikern, die zu den größten und besten ihres Fachs zählen und damals wie heute ganz vorne dabei waren und sind.
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