Equilibium Interview mit Gitarrist René Berthiaume

Equilibium Interview mit Gitarrist René Berthiaume

Fast drei Jahre mussten sich die Fans von Equilibrium gedulden, um mit SAGAS endlich den TURIS FATYR Nachfolger in den Händen zu halten. Hauptsongwriter René Berthiaume erstattet Bericht.


Voller Stolz blickt die Band auf das Ende des Schaffensprozesses von SAGAS zurück, der sich ziemlich langwierig gestaltete. Jetzt endlich sind aber alle Anforderungen erfüllt. „Man hat ja einen Anspruch an sich. Das war zwar auch bei TURIS FATYR so, doch dieses Mal wollten wir noch mehr. Außerdem ist SAGAS viel umfangreicher,“ erklärt René Berthiaume.

Im Gegensatz zum Vorgänger-Album fahren Equilibrium nun deutlich mehr Geschütze auf, wie René findet: „Für uns ist es ein riesiger Fortschritt, mit so vielen Instrumenten zu arbeiten.“ Bei TURIS FATYR kam noch sehr viel aus der Konserve, das dieses Mal organisch erzeugt wurde – was nicht zuletzt für die Drums gilt. „Das Schlagzeug war beim ersten Album noch rein getriggert und auf Samples basierend.“ Das ist jetzt anders, was hervorragend zur den Panflötenpassagen, Akkordeons, Flöten und akustischen Gitarren passt.

Doch auch textlich suchen Equilibrium die eigene Nische, lassen Wotan und die nordische Mythologie außen vor – Pagan Metal hin oder her. „Bei uns war das immer ein Einfluss auf Texte und Musik, doch auch bei TURIS FATYR standen nur rund die Hälfte der Songs im direkten Zusammenhang damit.“ Für SAGAS verzichten die Musiker jetzt explizit auf Begriffe aus diesem Bereich. „Die Geschichten, die Helge [Stang, Gesang] schreibt, finden überall statt und stehen nicht im direkten Zusammenhang zur nordischen Mythologie.“

Equilibrium wollen eben mehr sein, als eine in eine Nische gedrängte Band. „Die Leute, die nur Songs wie ‘Met’ kennen, haben natürlich nicht wirklich die Ahnung, um was es bei Equilibrium im Allgemeinen eigentlich geht,“ räumt René trotzdem ein.

Live kann man das neue Material leider erst im November zu hören bekommen, für Festival-Auftritte hat die Zeit nicht mehr gereicht. „Wir wollen auch erstmal abwarten, wie die Verkäufe von SAGAS werden, denn je mehr wir verkaufen, desto mehr Möglichkeiten öffnen sich für die Zukunft.“


Bilder von Equilibrium findet ihr oben in der Bildergalerie.


Birger Treimer


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