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Hellyeah: Video-Interview mit Vinnie Paul und Tom Maxwell
Hellyeah sind eine in Deutschland nicht...
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Was Hellyeah indessen sehr wohl ist, ist eine Allstar-Band, die die Musik von Mudnvayne, Nothingface und Pantera eint. Nun muss man nicht unbedingt ein Fan der einzelnen Formationen sein, um die Musik des neu entstandenen Quintetts zu mögen – es ist aber von Vorteil. Die Stars sind Sänger Chad Gray (Mudvayne), Greg Tribbet (Mudvayne) und Tom Maxwell (Nothingface) an den Klampfen, sowie Jerry Montano (Nothingface) am Bass und Vinnie Paul (Pantera, Damageplan, Rebel Meets Rebel) am Schlagwerk. Mit deren Musikgeschmäcker treffen Thrash, Southern Rock und Country mit Hardcore und modernem Ami-Rock zusammen. Daraus geboren wurde ein alkoholkranker und aggressiver Bastard, der manchmal auch selbstmitleidig in einer Ecke verweilt, ja in Kitsch schwelgt. Doch dazu später. Vinnie und seine Buben legen mit Thrash-Stakkato los und eröffnen ihr Debüt mit sattem Groove! Wie hätte dieser Song passender heißen können als ‘Hell Yeah’? Im Refrain treffen offene Akkorde auf räudigen Gesang der Marke Rob Zombie und Testament (meinetwegen auch Mudvayne). In der Art dürfte es weitergehen. So einfach machen es die Amis dem Hörer aber natürlich nicht. ‘You Wouldn’t Know’ beginnt mit balladeskem Anfang und gipfelt in einer Art Powerballade. Toller Song, tolle Stimme, doch noch nicht der Höhepunkt der Scheibe. Der soll erst nach zwei weiteren Knallern kommen – in Form eines bluesigen Country-Songs. „Little Bit Of Sunshine, Little Bit Of Booze, A Little Bit Of Me And A Little Bit Of You“ singt es aus den Lautsprechern. Wenn das mal nicht die perfekte Festival-Ballade ist. ‘Alcohaulin’ Ass’ geizt nicht mit Alkohol- und Testosteron-geschwängerter Männer-Romantik. Ich behaupte, dieses Lied hätte Dimebag Darrel gefallen – wie auch der nächste Track ‘Goddamn’. Mit ordentlich Thrash in der Röhre und extrem aggresivem Gesang, erspielen sich die Südstaatler einen weiteren Punkt in der Wertung. Die Riffs erinnern extrem an die Band Souls At Zero – falls die noch jemand kennt. So einfach das Lied aufgebaut ist, so effektiv ist es. Leider hat die Platte auch einige kleine Schwächen. Und das sind die Liebeslieder der zweiten Hälfte des Albums. ‘Star’ schlemmt zwar in guten Akkordfolgen, doch in der Mitte versaut „Kitsch Galore“ die ganze Komposition. Schlimmer geht’s immer: Die Ballade ‘Thank You’. Lässt man sich den weinerlichen Text dazu auf der Zunge zergehen, dann entpuppt er sich als 1a Schlager-Geschreibsel. „Merci, dass es dich gibt.“ Urgs. Aber genug der Kritik – schließlich handelt es sich bei dieser Platte um durchweg geiles Southern-Thrash-Silber. Da darf man den fünf Musikern auch einen Hang zu schwulstigen Liebesliedtexten verzeihen. Darin zeigt sich eben der weiche Kern des texanischen Raubeins. Wie gesagt: Dimebag hätte die Scheibe gemocht! Vielleicht alleine schon, weil sie in seinem Haus aufgenommen wurde.
CHRISTIAN HECTOR
Egal, ob Jung- oder Alt-Metaller, hier ist für jeden etwas dabei. Zu finden sind unter anderem Klassiker von Carcass (‘Corporal Jigsore Quandary’), At The Gates (‘Blinded By Fear’), Benediction (‘Ashen Epitaph’) und Morbid Angel (‘God Of Emptiness’). Selbstredend gibt es auch die nötige Ladung an aktuelleren Nackenbrechern von Amon Amarth (‘Runes To My Memory’), Kataklysm (‘To Reign Again’) und Obituary (‘Insane’). In der Live-Sektion kann man zwei Beiträge bestaunen, Death (‘Scavenger Of Human Sorrow’) und Atheist (‘Unholy War’). Einziges Manko ist, dass es sich „nur“ um eine Clip-Sammlung handelt. „Specials“ wie Interviews, Bildergalerien oder Band-Informationen hätten das Paket vollends abgerundet. Am Ende bleiben aber immer noch sechs Punkte für die Qualität und Quantität.
Florian Krapp
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