- 29. Dez 2007
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Nine Inch Nails Remix-Album - Trent lässt Fans ran
Nach dem extrem durchdachten Konzept-Album YEAR ZERO wollte Nine Inch Nails -Chef Trent Reznor seine Fans direkt in die Remix-Arbeit für Y34RZ3R0R3M1X3D einbeziehen. Das führte zu Streit mit der Plattenfirma, der jetzt auf seine ganz eigene Art beigelegt ist.
Das mittlerweile ehemalige Label von Nine Inch Nails wollte Konkurrenten wie youtube.com und myspace.com nicht direkt in die Hände spielen. Daher unterbanden sie eine eigene Internet-Seite für die unkontrollierbaren Fan-Remixe. Fürs erste.
Das offizielle Remix-Album Y34RZ3R0R3M1X3D ist jetzt auf dem Markt und enthält 14 Arbeiten an YEAR ZERO-Songs von so unterschiedlichen Künstlern wie Saul Williams, Ladytron, The Faint, Fennesz oder Bill Laswell. Die Namen werden zu Recht den wenigstens Metallern etwas sagen - Y34RZ3R0R3M1X3D ist zwar ein begnadetes Album zwischen TripHop, Ambient und Industrial, aber überhaupt kein Metal.
Der Clou an der Sache ist aber Disc 2 der Veröffentlichung. Auf dieser liefert Trent Reznor nämlich alle YEAR ZERO-Songs im Datenformat. Das heißt, dass alle Songs in ihrer Aufteilung in Studio-Tracks und -Spuren verfügbar sind und vom Konsumenten neu gemischt werden können.
Die Ergebnisse können auf remix.nin.com hochgeladen werden. Genau der Seite also, die die Plattenfirma aus Copyright-Gründen eigentlich verhindern wollte. Es sollte keine Präsentationsfläche geben, auf der sich Hinz und Kunz mit ihren Versionen von den Copyright-geschützten Nine Inch Nails-Songs profilieren können.
Jetzt gibt es die Seite, um die vorher gestritten wurde, zwar, doch für die Datentracks muss gezahlt werden - es gibt sie schließlich nur in Kombination mit dem offiziellen Remix-Album Y34RZ3R0R3M1X3D. Im Gegenzug werden die Daten-Tracks auch von jedem gekauft, der nur das eigentliche Remix-Album möchte, selber aber gar nicht ans mixen denkt.
Was haltet ihr als Fan, Käufer und Konsument nun von der ganzen Sache?
• Hat die Plattenfirma Recht, dass nicht Jeder an Songs rumwurschteln dürfe, die offiziell dem Label gehören?
• Ist die Sorge berechtigt, dass komplett andere Songs, die ihrerseits wieder geschützt sind, eingemixt werden könnten und anschließend über die offizielle Nine Inch Nails-Remix-Seite veröffentlicht werden könnten?
• Oder ist Trent Reznor im Recht, der SEINE Songs SEINEN Fans für ihre Remixe zur Verfügung stellen möchte?
• Was haltet ihr generell davon, dass Künstler ihre Songs für Jeden in professioneller Weise zum Remix bereitstellen?
• Und was denkt ihr über die aktuelle Lösung, dass es die Tracks nur per Kauf des Remix-Albums gibt – sie andererseits aber nun auch von jedem gekauft werden?
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