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Bullet For My Valentine + Still Remains Live Bericht

Bullet For My Valentine + Still Remains München, Tonhalle, 11.02.08



Verkehrte Welt in München: Während adrett gekleidete Indie-Menschen eine kleine Lesung irgendwo in der Stadt gegen 21.40 gesittet verlassen, um den ruhigen Abend zu früher Stunde zu beenden, sind die Bullet For My Valentine-Fans schon längst auf dem Weg nach Hause.



Rock’n’Roll im Vorabend-Programm? Was ist passiert?



Wie wir schon am Tag des Konzertes berichteten, mussten Skindred auf Grund eines Unfalls leider kurzfristig die Tour verlassen. Einen Ersatz gab es so schnell nicht – und aus unerfindlichen Gründen fängt die verbliebene Support-Band Still Remains nicht um 20h an, wie offiziell angekündigt, sondern schon um 19h.



Die Jungs aus Michigan legen sich dafür doppelt ins Zeug und können sich freuen, dass die meistens Fans trotz der frühen Zeit schon in der Halle sind. Der Sound allerdings ist trotz wahnsinniger Lautstärke ziemlich bescheiden. Einzig Ben Schauland Keys – mit leider nur einem einzigen Sound – sind gut zu hören. Der Rest ist Matsch. Dafür kommt der finale Dreier-Hit-Pack ernsthaft gut: ‘Sleepless Nights’, ‘Stay Captive’ und der Hit vom Debüt – ‘The Worst Is Yet To Come’. Gut gebrüllt, Metalcore-Löwe.



Und während anderswo grad langsam die Bücher zur Indie-Lesung aufgeklappt werden, stürmen in der Tonhalle zu fast schon hysterischem Fan-Gebrüll Bullet For My Valentine an die Bühnenkante, um dort genau das abzuliefern, was ihre Fans wollen: Eine wilde Mischung aus den beiden Alben THE POISON und SCREAM AIM FIRE.



Klar ist an dieser Stelle natürlich, dass die POISON-Songs live noch einen Tacken besser kommen als die neuen Songs. Sie sind länger bekannt und zünden dank der simpleren Arrangements live schneller.



In nur wenigen Minuten schaffen es die Waliser mit dem großen Metallica-Siegel über ihrer Show, die komplette Halle nass zu machen. Es ist schwül wie in einer Sauna, der Boden ist klitschnass, die Fans feiern zu fast allen Hits ihrer Helden (Setlist siehe unten).



So weit, so glücklich.



Doch was ernsthaft schade ist, ist die kurze Spielzeit. Das gute alte Metallica-Cover ‘Creeping Death’ gibt es nicht mehr, das im METAL HAMMER Track by Track angekündigte ‘Forever And Always’ als letzten Song haben sie wohl gestrichen – nach rund 70 Minuten ist Schluss.



Da Bullet For My Valentine schon um 20.15 auf die Bühne kamen, ist ergo um 21.25 Schluss. Eine Zugabe gibt es von Matt Tuck und seinen Kollegen nicht.



Während der wohlgesittete Leseabend also gerade seine Klimax erreicht, gehen die Nachwuchs-Metaller schon nach Hause.



Das ist zwar kein Rock’n’Roll – aber ein verdammt gutes Konzert war es trotzdem.





Bilder von beiden Bands findet ihr natürlich massig in unserer Bildergalerie weiter oben!





Setlist



‘Scream Aim Fire’

‘Dissapear’

‘4 Words (To Choke Upon)’

‘Tear’s Don’t Fall’

‘Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do)’

‘Say Goodnight’

‘Eye Of The Storm’

‘Hand Of Blood’

‘Room 409’

‘Hearts Burst Into Fire’

‘The End’

‘Spit You Out’

‘Waking The Demon’





TOBIAS GERBER





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