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AC/DC: Live-Album aus Buenos Aires erscheint in wenigen Wochen
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Erstes Mal im Berliner Olympiastadion – erstmal staunen: ein gigantisches Bauwerk macht sich auf dem Platz breit, das sofort Reminiszenzen an Riefenstahl-Inszenierungen wachruft. Im über 70.000 Menschen fassenden Bauwerk ist es um 18h noch vergleichsweise leer, so dass die österreichischen Boon es nicht leicht haben, mit ihrem modern rockenden Set zu überzeugen. Egal, Fersengas und die Glückseligkeit, vor AC/DC spielen zu dürfen, geben dem Auftritt durchaus Energie (der Support-Bericht von Boon selber ist hier zu lesen).
Anschließend die Live-Bank Volbeat. Wobei: wo ist die bekannte und geliebte Live-Unschlagbarkeit? Eher lahm western sich Volbeat durch ihr Set, das eigentlich alle wichtigen Hits zwischen ‘Sad Mans Tongue’ und ‘Guitar Gangsters & Cadillac Blood’ beinhaltet. Die Dänen bewegen sich viel, spielen ihre Routine voll und ganz aus, müssen aber wirklich arbeiten, um die AC/DC-Fans von sich zu überzeugen. Das funktioniert mit zunehmender Auftrittsdauer zwar immer besser, doch wirklich viele neue Anhänger erspielen sie sich nicht. Woran liegt es? Sind Volbeat zu viel Metal? Ist der Sound so viel zu leise?
Was auch immer, irgendwann sind Volbeat dann vorbei und AC/DC lassen den Rock’n’Roll Train auf die Bühne krachen, spielen so ziemlich das Set von 2009 (hier der Bericht aus München) und bringen damit genau das, was man von ihnen erwartet: Hits, Hits, Hits. ‘Back In Black’, ‘Whole Lotta Rosie’, ‘Thunderstuck’, ‘The Jack’, ‘T.N.T.’ und so weiter und so fort.
Häretisch könnte man sagen: was soll man davon schon groß erzählen? Geil wie immer! Stimmt auch – aber geil wie immer bedeutet auch unglaublich wie immer. Dass die Herren im gehobenen Alter noch zwei Stunden am Stück herum laufen, sich Brian Johnson noch immer an die ‘Hells Bells’-Glock hängt, AC/DC immer noch laut wie die leibhaftige Hölle sind, ist beeindruckend. Da ist es auch egal, dass Brian ‘Warmachine’ als ‘Black Ice’ ankündigt, das eigentlich schon längst gespielt wurde, und das finale Feuerwerk irgendwie zeitverzögert gestartet wird. AC/DC sind live schlicht und ergreifend unschlagbar und wirken immer noch, aller Weitläufigkeit des Olympiastadions zum Trotz, extrem Fan-nah und sind schlicht und ergreifend der Inbegriff des Riff Rock.
Punkt. Ende. Aus.
Bilder aus dem Fotograben gibt es an dieser Stelle leider nicht (Hochglanz befindet sich im aktuellen Heft), dafür aber die Erlebnisbilder der kleinen Ritsche. Sie sind oben in der Galerie zu sehen.
TOBIAS GERBER
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