- 16. Jul 2010
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Blind Guardian-Interview zu AT THE EDGE OF TIME
Hansi Kürsch über Fehler der Vergangenheit
Mit AT THE EDGE OF TIME beweisen Blind Guardian, dass sie immer noch in der Lage sind, schnelle und geradlinige Hymnen zu schreiben.
[Update:] Wir erzählen euch vom neuen Album und dem Drumherun, ihr könnt gleichzeitig schon diverse Songs online hören. Es stehen jetzt nämlich drei Tracks komplett online: 'Tanelorn (Into The Void)', 'War Of The Thrones' und 'A Voice In The Dark'. Hier zu hören:
>>> Drei neue Songs aus AT THE EDGE OF TIME
„Aha, es geht doch“, dürfte der Satz sein, der jedem Blind Guardian-Fan nach dem ersten Hördurchgang von AT THE EDGE OF TIME durch den Kopf geht. Denn die Krefelder haben sich endlich wieder auf ihre Stärken besonnen und mehr Aggressivität in die Songs gelegt. Sänger und Band-Vorstand Hansi Kürsch verneint aber vehement, dass dies aufgrund von äußerem Druck zustande kam. „Ich glaube, dass wir, gerade was die Brachialität angeht, einen anderen Blickwinkel haben als die meisten Fans“, überlegt er. „Auch auf A NIGHT AT THE OPERA oder A TWIST IN THE MYTH waren harte Nummern vertreten. Allerdings enthielten diese viele Mid-Tempo-Passagen oder Choruslinien, die den Eindruck vielleicht etwas verwässerten. In dieser Hinsicht haben wir von einem Song wie ‘Punishment Divine’ von A NIGHT AT THE OPERA viel gelernt.“
Bevor der (falsche) Eindruck entsteht, Blind Guardian hätten mit AT THE EDGE OF TIME ein reines Retro-Album vorgelegt, reißt Hansi das Steuer noch schnell herum. „Nein, das ist ganz sicher nicht der Fall. Die Scheibe ist ein organisches Gebilde und das Ergebnis eines Lernprozesses“, betont er. „Gerade bei A TWIST IN THE MYTH haben wir einige produktionstechnische Fehler begangen, die ausgemerzt wurden. Manches klang dann doch ein bisschen zu modern. Aber diese Scheibe war nötig, um AT THE EDGE OF TIME zu schreiben.“ Dass die teils harsche Kritik der Fans auch ihren Teil zum neuen Kurs beigetragen hat, wird zumindest indirekt zugestanden. „Wir leben mit Kritik und akzeptieren auch, dass nicht jeder alles von uns mag. Aber natürlich ist es immer schöner, wenn die Leute zufrieden sind. Wichtig ist dabei, dass unser künstlerischer Anspruch an die Musik nicht darunter leidet.“
Besagter Anspruch dürfte auf dem neuen Silberling voll befriedigt worden sein, schließlich arbeitete das Quartett zum ersten Mal in seiner Karriere mit einem echten Orchester zusammen. Kürsch ist trotz der aufwändigen Arbeit immer noch hellauf begeistert. Die Spezialisten für die Umsetzung solcher Vorstellungen sitzen in Prag. Das Orchester arbeitete schon mit Bands wie Rage oder Iced Earth zusammen.
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