- 01. Apr 2011
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Primordial Track by Track
Dass Primordial sich mal auf den Soundcheck-Thron vom METAL HAMMER niederlassen würden, war lange nicht abzusehen. TO THE NAMELESS DEAD schafft es trotzdem . Sänger Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill erklärt das Album.
Die Urgewalt und mystische Kraft, die Primordial seit über 10 Jahren verströmen, haben den Iren schon so manch feurigen Fan gebracht.
Dass hinter ihren Pagan Metal-Songs mehr steckt, als die über-konstruierten Wortgebilde mancher Kollegen, beweist Sänger Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill im exklusiven Track by Track (Fotos findet ihr natürlich in der Bildergalerie).
Vorhang auf für Nemtheanga und TO THE NAMELESS DEAD:
Ich kann nicht genau sagen, was jeder einzelne Song für mich bedeutet, denn im Endeffekt ist es doch recht simpel: Du sagst, was du meinst – und du meinst, was du sagst.
Primordial sind die Weiterführung einer großartigen Tradition irischer Literatur und Musik. Wir sind Künstler, keine Entertainer. Wir sind die Underdogs, die Außenseiter, die Rebellen – und werden es immer bleiben.
Keine Kompromisse.
Alle Songs sind auf ihre Art etwas besonderes, weil sie immer einen kleinen Teil unserer Seele in sich tragen. So sollte Musik sein. Nicht mehr, aber auch niemals auch nur ein Stückchen weniger.
Jeder Song ist eine individuelle Geschichte, jeder Songs bedeutet jedem der Primordial-Musiker etwas anderes.
Ich erinnere mich an Diskussionen und Streit im Proberaum, die teilweise Stunden, Tage, Wochen oder Monate dauerten, bis endlich die Atmosphäre des Songs richtig war. Bis sie sich endlich nach Primordial anfühlte.
Manche Songs brauchen nur einen Tag, manche zwei Jahre. Es gibt kein Muster bei uns – das ist das einzige, was bei allen Alben gleich ist. So werden alle Songs individuell und beinhalten für jeden von uns unterschiedliche Erinnerungen.
Für mich persönlich geht es dabei darum, ein Teil des Songs zu werden. Mit dem Song zu atmen.
EMPIRE FALLS
Der Song erklärt sich eigentlich fast von allein, denn er geht um das Ende eines Imperiums. Jedes Reich, das mal groß und stark war, vergeht früher oder später wieder. Und wir sind momentan in genau der Zeit, in der unser Reich, unser Imperium, fällt.
GALLOWS HYMN
Dieser Song handelt vom Glauben. Besser gesagt geht es darum, das eigene Leben dem zu widmen, keinen Glauben zu haben, obwohl es eine gewisse Sicherheit und Ruhe stiften könnte. Heathen is as heathen does!
AS ROME BURNS
Hier benutzen wir die historische Analogie zu Kaiser Nero, der log und wegsah, während Rom brannte. Rom steht in diesem Fall für den Westen, während wir alle Nero sind. Man kann sich vor der Realität verbergen, aber die nächste Generation kann das nicht mehr.
FAILURES BURDEN
Wieder geht es darum, den Glauben an andere Menschen zu verlieren – und zu lügen. Die Erwartungen anderer Menschen werden in einer ganz einfachen Art nicht erfüllt.
Jeder Mensch ist böse und jeder Mensch ein Lügner - every man is evil and every man a liar.
HEATHEN TRIBES
Ein sehr einfacher Song, der Orte meiner Vergangenheit erwähnt. Erinnerungen, die mich begleiten. Eine moderne Heiden-Hymne.
TRAITORS GATE
Es geht um Regierungen, Medien und die Gesellschaft, die eine Kultur verkaufen und Geschichte umschreiben. Es geht um programmatische Ansichten und Lügen. Was ist ein Terrorist und was ist ein Freiheitskämpfer? Was ist eine Diktatur und was eine Demokratie?
NO NATION ON THIS EARTH
Welche Nation dieser Welt ist nicht aus einer Tragödie heraus geboren? Dieser Song ist für alle kleinen Nationen der Welt, die sich gegen Tyrannei zur Wehr setzen mussten.
Keine Kompromisse. Nicht früher. Nicht heute. Niemals.
Nemtheanga
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