Meldungen

Kreator + Caliban + Eluveitie + Emergency Gate live

Kreator + Caliban + Eluveitie + Emergency Gate 01.03.2009 Hamburg, Docks



Die Horden des Chaos fallen über Hamburg herein - die Rede ist natürlich von Kreator, Caliban, Eluveitie und Emergency Gate, die zusammen ein ganz stattliches Billing ergeben.



Vielleicht ist 19.00 Uhr aber doch etwas früh, denn als Emergency Gate auf die Bühne kommen, blicken sie gerade einmal auf knapp 200 Nasen vor der Bühne. Die Band lässt sich davon aber nicht beirren und brettert mit einer Wucht und Energie über die Bühne, dass ihr Moderner Metal nur so kracht und sich die ersten Mosher sehen lassen. Die Spielfreude stimmt und Sänger Kupka lässt es sich nicht nehmen, ins Publikum zu steigen und singend durch das Docks zu gehen. Eine mehr als solide Vorstellung.



Eluveitie haben heute allerdings einen wirklich unglücklichen Tag erwischt. Nachdem die Band-Mitglieder ihren Platz auf der Bühne gefunden haben, müssen sie vom ersten Song an mit extremen Sound-Problemen kämpfen. Der Gesang von Anna und Meri ist teils gar nicht hörbar und viele Elemente versinken im Soundmatsch, so die Eluveitie-Hits „Of Fire, Wind & Wisdom“, „Inis Mona“ und „Bloodstained Ground “, die komplett untergehen. Stimmung machen geht aber dennoch, wie die Band kunstvoll beweist. Mit „Uis Elveti“ läuten Eluveitie nach knapp 30 Minuten das Ende ein und bekommen auch gleich einen kompletten Lichtanlagenausfall gratis dazu.

Unbeirrt spielen sie in der Dunkelheit weiter, was wirklich Respekt verdient.



Bei Caliban sind die technischen Probleme zum Glück nicht mehr vorhanden und die Band kann direkt vor einem nun gerammelt vollen Docks loslegen. Die Metalcore-Brigade weiß das auch zu schätzen und nötigt die Fans zum ersten richtigen Massen-Mosphit des Abends. Ob mit „I Rape Myself“, „Sick“ oder „I Will Never Let You Down“ – Caliban haben 2/3 des Publikums fest in der Hand und rufen auch gleich zur Wall Of Death auf. Einige Die Hard Kreator Fans kann das aber nicht beeindrucken und so finden einige Becher den Weg auf die Bühne - warum auch immer. Immerhin liefern Caliban einen Top Auftritt ab.



Nach drei Stunden Vorprogramm tobt die Stimmung, als Kreator zum Intro die Bühne betreten. Mit „Hordes Of Chaos“ walzen sie gleich alles platt. Während sich die ersten Mosher noch die Haare richten, legt Mille darauf mit „Warcurse“ noch einmal Munition nach. Der neue Sprengstoff zündet perfekt - und im Angesicht des 80-Minuten-Geknüppel stimmt die Hamburger Chaos-Horde erst einmal „Extreme Agressions“ an.



Präzise und druckvoll feuern Kreator die Songs in Menge und spielen mit den Brechern „Enemy Of God“, „Coma Of Souls“ , „Violent Revolution“, „Amok Run“ oder „Riot Of Violence“ eine Setlist ohne große Schwächen. Untermalt von diversen Videos und Einspielungen auf der Leinwand können Kreator die Menge perfekt anheizen, während Chef Mille dieses Mal komplett auf politische Aussagen verzichtet und lieber zum totalen Moshpit aufruft. Das wird bei „Violent Revolution“ natürlich sofort befolgt. Nach „Flag Of Hate“ leitet „Tormentor“ das Ende eines Konzertes ein, das allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben wird.





Bilder von allen Bands findet ihr oben in der Galerie, die Kreator-Setlist gibt es weiter unten!





Birger Treimer





Kreator Setlist:

Hordes of Chaos

Warcurse

Extreme Agressions

Phobia

Voices Of The Dead

Enemy Of God

Destroy What Destroys You

Pleasure To Kill

People Of The Lie

Coma Of Souls

Violent Revolution

Terrible Certainty

Betrayer

Amok Run

Mille Solo

Riot Of Violence

Flag of Hate

Tormentor





Weitere Live-Berichte:

+ Overkill + Exodus + Torture Squad + Gama Bomb live in Hamburg

+ Saxon + Iced Earth live in Köln

+ Judas Priest + Megadeth + Testament live in Dortmund

Kommentar schreiben
 
*
 
*
captcha *

* Pflichtfeld

Sämtliche Kommentare müssen vor Erscheinen freigegeben werden.