- 03. Feb 2009
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Deathstars Interview zum Album NIGHT ELECTRIC NIGHT
Drei Jahre nach der Veröffentlichung von TERMINATION BLISS lassen die schwedischen Glam-Experten Deathstars ihren dritten Todesstern auf die Gemeinde los. NIGHT ELECTRIC NIGHT heißt das gute Stück Finsternis, das laut Sänger WHIPLASHER BERNADOTTE hoch sexy ist.
Auch wenn die „echten“ Metalheads die Nase rümpfen und sich fragen, was diese stilisierte, androgyne Gothic-Rock-Boyband bitte im testosterongeladenen Metal-Biz zu suchen hat – der Erfolg und viele schwitzende Frauenleiber geben dem schwedischen Fünfer um Sänger Whiplasher Bernadotte Recht. „Deathstars sind eine absolut missverstandene Band“, gibt er zu Protokoll. „Weil wir aus der Black und Death Metal Szene kommen, dachten immer alle, dass es bei uns nur um den Tod geht und wir uns selbst als reine Metal-Band sehen. Wenn wir tatsächlich eine Metal-Band wären, dann wären wir wirklich eine lausige Metal-Band!“
Stattdessen steht also Beat-gesteuerter Düsterrock mit Ohrwurmmelodien auf der Agenda, den die selbsternannten „Backstreet Boys from Hell“ auf NIGHT ELECTRIC NIGHT konsequent weiterentwickelt haben. „Wir fühlen uns jetzt viel freier als zuvor“, so der Whiplasher. „Anfangs waren wir noch Sklaven des Metal – wir sind mit der Mentalität aufgewachsen, dass man entweder straighten Metal spielt oder sich verpissen kann. Jetzt haben wir aber eine größere Bandbreite auf dem neuen Album – das macht es viel interessanter und natürlicher.“
Eigentlich hatte das dritte Deathstars-Manifest DEATH GLAM heißen sollen, in Anlehnung an den musikalischen und optischen Style, den sich die Skandinavier auf die schwarzen Fahnen geschrieben haben. „Wir haben uns diesen Begriff seinerzeit ausgedacht, weil keiner wusste, was wir überhaupt für eine Band waren. Ich wollte das Album so nennen, weil jetzt auf einmal viele andere Bands daherkommen und sagen, sie würden Death Glam spielen. Das Album sollte ihnen sagen: ‚Death Glam ist unsere Freundin, ihr könnt sie nicht vögeln! Geht woanders hin!’ Doch das wäre sehr offensichtlich gewesen. Und außerdem trifft NIGHT ELECTRIC NIGHT viel besser den Vibe des Albums: Es geht um Dunkelheit, das verdorbene, düstere Stadtleben und die moderne Zerstörung.“
Legendär ist mittlerweile Whiplasher Bernadottes Statement, das er anlässlich der Veröffentlichung von TERMINATION BLISS in die Welt posaunte: Das erste Deathstars-Album seien die Eier, das zweite das Ding und das dritte würde dann der reine Sex werden. „Manchmal kann ich wirklich brillant sein!“, freut sich der Maestro über vergangene Interview-Ergüsse. Jetzt muss sich NIGHT ELECTRIC NIGHT allerdings an dieser Aussage messen lassen – ist es wirklich Sex pur? „Jetzt, da wir das Album am Start haben, glaube ich eigentlich eher, dass es der pure Oralsex ist. Das vierte wird dann der richtige Sex, und beim fünften... beim fünften werden wir uns dem Analen widmen!“
Konsequente Weiterentwicklung des eigenen Sounds in sexuellen Metaphern präzise auf den Punkt gebracht. Und wer Whiplasher kennt weiß, dass da noch irgendetwas kommen muss: „Wir werden diese Sex-Geschichte mit jedem Album weiterführen. Am Ende werden sogar deine Eltern mit dabei sein!“ Verstörende Deathstars-Visionen, doch das ist ja noch Zukunftsmusik. Jetzt gibt es erst einmal orgastischen Death-Glam-Oralsex mit NIGHT ELECTRIC NIGHT.
Bilder der Deathstars findet ihr oben in der Galerie! Noch weitere lüsterne Statements von Whiplasher Bernadotte hingegen hier!
Einen Bericht inkl. Bildergalerie von den Deathstars als Support von Korn gibt es natürlich auch noch!
Benjamin Foitzik
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