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Monster Magnet Live Bericht

Monster Magnet + Nebula + The Pilgrim Fathers



Am 27. Februar 2006 hätte wohl niemand mehr einen Magic Mushroom darauf gesetzt, die Stoner-Metal-Institution Monster Magnet jemals wieder live erleben zu dürfen – außer vielleicht beim Kaffeekränzchen mit dem Allmächtigen. An jenem Tag wurde Sänger Dave Wyndorf mal wieder wegen einer Tablettenüberdosis in die Klinik eingeliefert – und eine Zukunft für Monster Magnet schien so wahrscheinlich, wie Frieden in Nahost. Doch der "Space Lord" hatte Erbarmen mit Dave und seinen Jüngern.



Nicht berstend, aber ordentlich voll ist die Große Freiheit heute. Bevor allerdings Meister Wyndorf und seine Mannen die Bühne rocken, wollen zwei Vor-Bands überlebt werden.



Gut, dass The Pilgrim Fathers vor dem offiziellen Beginn auf der Bühne stehen – ohne Tablettenüberdosis sind die Psycho-Rocker aus Nottingham ob der nonstop verzerrten Quäk-Stimme von Jesus-lookalike Shelf nämlich nicht zu ertragen. Das kann nur besser werden.



Und es wird, denn das Stoner-Rock-Trio Nebula mit Ex-Fu-Manchu-Guitarrero Eddie Glass am Mikro, macht deutlich mehr Spaß, als die verqueren Vorgänger. Auch wenn der zweite Teil des Sets etwas abfällt und langatmig wird, spielen Nebula das Publikum mit deftigen Rock-Salven gepflegt für Monster Magnet warm.



Dann ist es endlich so weit: Meister Wyndorf „betritt“ die Bühne und jagt allen einen gehörigen Schrecken ein: Aufgegangen wie ein Hefekuchen ist er, und sichtlich vom Leben auf der Powertrip-Überholspur gezeichnet. Doch als er die ersten Zeilen von ‘Dopes To Infinity’ anstimmt, wird jedem Zweifler schlagartig klar: Er mag zwar erschreckend viele Kilos zugelegt haben, doch rocken kann Dave Wyndorf noch wie vor 15 Jahren. Und seine Stimme ist nach wie vor eine der faszinierendsten im gesamten Rock-Geschäft.



Ein buntes Potpourri aus über 15 Jahren Bandgeschichte kredenzen Monster Magnet und bringen den Saal mühelos zum Kochen – auch, weil sich Wyndorf wie immer als sympathischer und charmanter Entertainer erweist. Besinnliches Highlight des Abends: ‘Zodiac Lung’, das er nur mit Unterstützung von Ed Mundell an der Gitarre präsentiert. Als Wyndorf „When I die, it will be because of you“ ins Mikro haucht, bekommen auch beinharte Rocker Gänsehaut.



Absoluter Höhepunkt ist natürlich die unsterbliche Band-Hymne ‘Space Lord’, die im Set auf keinen Fall fehlen darf und eindrucksvoll zeigt, dass die Lorentzkraft von Monster Magnet stark wie eh und je ist.



Lang lebe der Space Lord, Motherfucker!





Bilder findet ihr oben in der Bildergalerie, die Setlist weiter unten.





Benjamin Foitzik





Monster Magnet Setlist:



1. Dopes to Infinity

2. Crop Circle

3. Powertrip

4. Twin Earth

5. Third

6. Zodiac Lung

7. Radiation Day

8. The Right Stuff

9. Negasonic Teenage Warhead

10. Space Lord

11. Melt

12. Cage Around the Sun

13. Tractor

14. Spine Of God





Weitere Live-Berichte:

+ Slayer, Trivium, Amon Amarth in Köln

+ Disturbed, Shinedown in Hamburg

+ Volbeat, Stuck Mojo in Wien



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