- 24. Sep 2009
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Korpiklaani + Die Apokalyptischen Reiter + Unleashed live
Korpiklaani + Die Apokalyptischen Reiter + Unleashed + Alestorm + Ex Deo + Swashbuckle 15.09.2009 Hamburg Markthalle
Heute darf sich Hamburg auf einen sehr feuchtfröhlichen Abend freuen, denn das Paganfest-Tourschiff wird in der ausverkauften Markthalle vertaut. So starten bereits die Piraten Swashbuckle vor einer großen Meute und sichten gleich den ersten heftigen Moshpit des Abends. Spätestens bei „Cruise Ship Terror“ machen nun alle mit.
Bei Ex Deo wird es deutlich ernster und epischer, als sie mit „Legio XIII“ das Schlachtfeld beschreiten. Allen voran Maurizio Iacono (Kataklysm), der fast als Gladiator durchgeht und eine perfekte Performance hinlegt. Ex Deo haben das Hamburger Publikum fest in der Hand und die letzten Kritiker werden mit „Romulus“ weggefegt.
Das tropfende Kondenswasser ist der perfekte Rahmen für die Party von Alestorm. Sie benötigen genau drei Minuten, um die Stimmung komplett überkochen zu lassen. Mit „Captain Morgans Revenge“ und „Wolves Of the Sea“ im Gepäck ist das auch kein Problem. Als dann auch noch Swashbuckle inkl. Papagei über die Bühne fegen, singt das Publikum überall lautstark mit.
Bei Unleashed strömen einige Zuschauer nach draußen, was durchaus auch mit der unmenschlichen Hitze in der Markthalle zu tun hat. Anderseits passt die Death Metal Walze nicht gerade perfekt in das Party-Lline-up des Paganfestes. Unleashed prügeln aber dennoch ein derbes Set runter, gut gelaunt ruft Jonny regelmäßig „20 Jahre Unleashed“ aus und hebt dabei sein natürlich 20 Jahre altes Methorn. Mit„The Longships Are Coming“ gibt es noch derbe auf den Kopf, bevor die einzige wirkliche Pagan-Band des Abends die Bühne verlässt.
Die Apokalyptischen Reiter haben nun eine komplett verschwitzte und rappelvolle Halle vor sich. Mit „Wir sind das Licht“ springt der Funken sofort über. Ausnahmezustand. Fuchs rennt ständig über die Bühne, während Dr. Pest das Publikum weiter einpeitscht. Bei „Revolution“ und „Riders Of The Storm“ bleibt kein Fan still und die Reiter werden gnadenlos abgefeiert. Sie danken es wiederum mit einer relativen Hitdichte, Wasserspenden an die ersten Reihen und natürlich einer Trommel-Show mit anschließendem „We Will Never Die“. Mit „Reitermania / Metal Will Never Die“ schließen sie ihr Set und hinterlassen ein Schlachtfeld.
Korpiklaani scheinen nicht gut drauf zu sein, oder einfach nur zu betrunken. Dabei haben sie eine relativ nette Playlist mit u.a. „Journey Man“, „Pinewoods“ und „Wooden Pints“ mitgebracht, die auch beim Publikum gut zündet. Trotzdem schaffen es Korpiklaani nicht, an die Power der anderen Bands heranzukommen. Dafür ist allein schon die Bühnen-Show deutlich zu statisch. Zwar ist das Material gut gespielt und das Publikum hat seinen Spaß, aber die Euphorie bleibt aus. Zum Glück können „Happy Little Boozer“ und „Beer, Beer“ als letzte Songs den Abend noch retten, so dass auch Korpiklaani unter Jubel die Bühne verlassen..
Bilder von allen Bands findet ihr oben in der Galerie.
Birger Treimer
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