Meldungen
Parkway Drive + Bury Your Dead + Suicide Silence Konzert Bericht
Parkway Drive + Bury Your Dead + Suicide...
von
Nach dem furiosen Gastspiel der Punk’n’Roller im voll gepackten kleinen Backstage-Club Ende letzten Jahres, schlagen die Cadillac-Könige aus Karlskrona heute im deutlich größeren Werk auf. Was anfangs bezüglich der Hallengröße noch ein wenig überdimensioniert wirkt, relativiert sich spätestens nach der Vorband – den Münchener Lokalmatadoren Sixes & Sevens.
Deren gut durchgehangener Backyard Rock’n’Roll erweist sich als durchaus passende Wahl zur Abend-Einstimmung. Ordnungsgemäß oberkörperfrei zu-gestochen und mit einem Elvis-Locken Bassmann als zentralem Blickfang, kredenzen die Kollegen nicht nur angepunkten Rockabilly mit hoher Oktanzahl, sondern auch den ein oder anderen Schluck aus der Jack Daniels-Pulle. Den gibt es übrigens auch fürs Publikum an der Front. Bestechung? Niemals. Leider merkt man erst beim überraschend gewählten Coverstück ‘Backseat Educatuion’ von Zodiac Mindwarp & The Love Reaction, dass man an den eigenen Songs bezüglich Hit-Qualtiäten noch etwas feilen könnte.
Kurz nach Zehn ist es Zeit für die Bones. Eröffnet wird mit dem Opener des aktuellen Albums BURNOUT BOULEVARD – samt Akustikintro vom Band. In der Tat, der erste ‘Mighty Touchdown’ für die Schweden. Der Mitsingfaktor schraubt sich im Zuge des weiteren Verlaufs und Versaufs mit ‘Not Another Love Song’, ‘She Hates Me’ oder auch ‘Straight Flush Ghetto’ in ungeahnte Höhen. Genau wie der Slam Dance-Faktor im Moshpit.
So ziehen die Bones mittlerweile ein Publikum, das sich nicht mehr allein auf die obligatorische Punk- und Rockabilly-Szene beschränkt. Zu den rotzigen Rüpel-Rock’n’Roll-Riffs der vier Fünfziger-Verrückten wird heute Sparten-übergreifend in jeder Altersklasse haarlängenunabhängig geschwooft und die Gliedmaßen geschüttelt. Die beiden Gesang/Gitarren-Frontpersönlichkeiten Beef Bonanza und Marcus „Boner“ Petersson schaffen es auch ohne viele Worte, die Ansage des Abends rüber zu bringen: Abrocken, bitte. Schließlich gilt es Social Distortion, Motörhead, Johnny Cash und den King zu preisen.
Mit ‘Monsters Prefer Blondes’ gibt es zum Ausklang nach einer energetischen Stunde noch den B-Movie-Klassiker vom Debütmonster SCREWED, BLUED, TATTOOED (2002) und Beef eine seiner gekonnten Crooner-Einlagen zum Besten. Das darbende Publikum erwidert die Vorlage dankbar mit Zugaben-Zurufen. Die Bones lassen sich nicht allzu lange bitten und starten mit einem ‘Hey Baby’ zurück in die Vollen. Es folgen ‘Less Than Zero’ und das herrliche ‘Home Sweet Hell’. Hier geht der Fuß erstmalig etwas vom Gaspedal und die Jungs lassen sich – vor dem großen Song-Finale – gar zu einer kleinen Blues-Jam-Einlage hinreißen. Beef kriegt dabei wie die Anwesenden anscheinend einfach nicht genug und schrammelt als einziger noch munter weiter. Nur um dann mit ‘Memphis ’77’ noch einmal den King zu geben. Groß.
Jetzt ist aber wirklich Feierabend. Fehlt eigentlich nur noch die Ansage: “Die Bones haben das Gebäude verlassen.“ Na ja, wenigstens ist auf eines Verlass: Die Schweden rocken jede Hütte mit großer Lässigkeit.
Bilder von den Bones findet ihr oben in der Bildergalerie!
Frank Thießies
Weitere Live-Berichte:
+ Parkway Drive + Bury Your Dead + Suicide Silence in München
+ Never Again (Caliban) + Machinemade God + Deadsoil in Essen
+ Coheed & Cambria in Hamburg
Parkway Drive + Bury Your Dead + Suicide...
Hate Eternal + Cephalic Carnage + Skelet...
Metal-Urgestein Udo Dirkschneider wird 60. Um das und sein Raritäten-Album zu feiern, durfte er Panzer fahren.
Unsere Festival-Abgesandten halten euch via Twitter auf dem Laufenden, was gerade beim Rock’n’Ink abgeht.
‘Porn From Spain 2’ wird die zweite Single aus dem neuen Callejon-Album BLITZKREUZ. Wir waren beim wüsten Videodreh dabei.
Was beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC abging, ist nicht nur ein Fußball-Phänomen, wie unsere Sammlung zeigt.
Nicht nur Guns N’ Roses-Fans kommen mit unserer Juni-Ausgabe voll auf ihre Kosten. Was es neben Sonderheft und Slash-CD zu lesen gibt, erklärt Chefredakteur Thorsten Zahn.

Kommentar schreiben