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One-Way Mirror Interview mit Gitarrist David Potvin

Neue Band, vertraute Gesichter. Das Line-Up von One-Way Mirror liest sich wie ein kleines Who-is-who der europäischen Modern Metal-Szene: Guillaume Bideau (Gesang, Mnemic), David und Franck Potvin (Gitarre, Lyzanxia , Phaze I), Loic Colin (Bass, Scarve , Watcha) und Dirk Verbeuren (Drums, Soilwork). Entsprechend ist das Debütalbum ONE-WAY MIRROR ein verdammt fettes, eingängiges Stück Musik geworden.



Im Prinzip war die Geburtsstunde von One-Way Mirror nur eine Frage der Zeit. “Franck und ich kennen Guillaume, Dirk und Loic schon seit gut zehn Jahren“, plaudert Axtmann David Potvin aus dem Nähkästchen. “ Mit Lyzanxia spielten wir sogar unseren ersten Live-Gig gemeinsam mit Scarve. Am Ende der Show standen wir alle nackig auf der Bühne, haha! Davon habe ich immer noch Bilder.“



Sowas schweißt zusammen. Der Gedanke, beide Bands zu einem neuen Projekt zu fusionieren, stand folglich auch schon eine ganze Weile im Raum – ohne dass die Zeit dazu gefunden wurde. Bis jetzt. Eine Jam-Session der Potvin-Brüder gemeinsam mit Bideau gab den finalen Startschuss. “Er besuchte uns in unserer Heimatstadt Angers und wir fingen an zu jammen. Das lief so gut, dass wir damit begannen, an Riffs und Melodien zu arbeiten.“ Ohne spezielle Vorgaben bezüglich Sound und Stil. “Eigentlich haben wir nur unser Equipment eingestöpselt und drauflos gespielt. Das Einzige, worauf wir uns vorab einigten war, dass es nicht unseren anderen Bands gleichen sollte!“ Nach nur 15 Tagen eifrigem Werkens waren die Songs für ONE-WAY MIRROR im Kasten. “Das Komponieren lief cool, aber jede Nacht zu feiern, war ganz schön hart“, lacht David. “Ich glaube, belgisches Bier war unsere größte Muse!“



Dank der hohen Ohrwurmdichte bei Songs wie 'Destination Device', 'As You Are Now' oder dem augenzwinkernden Cover von Frankie Goes To Hollywoods 'Relax', fand das von Tue Madsen in den dänischen Antfarm Studios klangtechnisch veredelte Album schnell Interessenten auf dem Labelmarkt. "Wir haben zehn Alben an verschiedene Plattenfirmen geschickt. Auch auf Myspace haben uns einige Labels angeschrieben und nach der Scheibe gefragt“, erzählt David Potvin.



Jetzt wird das Debüt am 27. Juni europaweit veröffentlicht. Ein perfekter Einstieg, der David allerdings im Hinblick auf seine langjährige Stammband Lyzanxia etwas wehmütig stimmt. Die krebst nämlich, trotz guter Kritiken, weiterhin im Underground herum. “Ein wenig wurmt mich das schon“, gibt er zu, “aber One-Way Mirror ist halt mehr Mainstream, weswegen ich nicht wirklich überrascht bin. Viele meiner Freunde, die Metal normalerweise nicht ausstehen können, mögen das Album.“



Das wird Metal-Puristen sicher dazu anhalten, in “Kommerz“-Geschrei auszubrechen. Potvin ist das herzlich egal. “Wenn einige Leute finden, dass One-Way Mirror kommerziell klingt, dann wahrscheinlich nur deshalb, weil Guillaume richtig gut singen kann…“





Bilder von One-Way Mirror findet ihr oben in der Bildergalerie.





Kathy Schütte





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