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Metal Hammer

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Pfefferspray, Schlägerei, schlechte Frisuren und Polizeieinsatz

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Wenn Bring Me The Horizon momentan einen Gig in London spielen, ist das für viele schlechtfrisierte Jugendliche ein Fest. Denn die Jungs zwischen Deathcore und Metalcore sind die Band der Stunde. Die fünf jungen Musiker werden von vielen gehasst und von noch viel mehr geliebt.

Entsprechend voll ist es, als wegen einer Pfefferspray-Wolke in der ersten Reihe der Club evakuiert werden muss. Keuchend und hustend leert sich das winzige Barfly, in das Bring Me The Horizon zur Special Show im kleinen Rahmen geladen hatten. Hätte es gebrannt, wäre es zum Katastrophe gekommen, denn es dauert mehrere Minuten, bis alle rund 180 Fans draußen sind.

Glück im Unglück: Bring Me The Horizon sind eh mit dem letzten Song fast fertig, als die Gaswolke sich direkt vor ihnen ausbreitet. Entsprechend konnten sie sich vorher auch von ihren Fans gebührend huldigen lassen, während sie rund eine Stunde lang Songs des Debüts COUNT YOUR BLESSINGS und ein paar Ausblicke aufs kommende SUICIDE SEASON zockten.

Natürlich kommen die bekannten Deathcore-Songs noch deutlich besser an, als die deutlich Metalcore-lastigeren neuen Songs á la ‘Chelsey Smile’ und ‘The Comedown’. Trotzdem, es ist ein lautes Fest, das eine Band präsentiert, die in den letzten zwei Jahren unglaublich viel über Fan-Nähe, Bühnenpräsenz und Professionalität gelernt hat.

Profis wie sie sind, haben sie auch gleich einen ewigen Soundcheck vorher verbucht. Darunter leiden die Support-Bands The Legacy und Sylosis natürlich ganz gewaltig. Beide mühen sich ab, beißen sich aber am unterirdischen Sound und Fans, die nur auf ihre Headliner-Helden warten, die Zähne aus.

Doch nach dem dank Pfefferspray-Einsatz abrupt beendeten Gig ist noch nicht Schluss. Nachdem im Pub-Fenster die extrem gestylt-verwuschelten Frisuren wieder gerichtet sind, geraten ein paar der minderjährigen Fans auf der Straße nach endlosem Rumgeprolle noch aneinander, versuchen verschiedenste Metalcore-Pit-Bewegungen als Attacken aneinander aus, machen sich damit latent lächerlich, richten aber zum Glück keinen Schaden an.

Als irgendwann die Cops auftauchen, ist von den Kleinen schon keine Spur mehr zu sehen, während bereits volljährige Fans noch genüsslich grinsend an ihrem Bier ziehen. Ist ja erst knapp 22h.

Zu erzählen gibt es morgen in der Schule aber auch genug. Von einer männlichen Auseinandersetzung, von Pfefferspray und einer Band, die live wirklich mal Arsch getreten hat.

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