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Finnische Schüler schwänzen für die Heilige Messe – dank Metal-Einsatz

Wer geht schon gerne in die Kirche? Niemand. Niemand? In Finnland sieht das teilweise ganz anders aus. Schüler schwänzen die letzten Schulstunden und drängen sich in den Gottesdient – denn es ist Metal-Messe. Ganz offiziell.

Heavy Metal ist längst nicht mehr reine Satans-Musik – das Image sind wir schon länger (fast) los. Trotzdem sind Aktionen wie jetzt in Finland leider selten.



Dort, in der Stadt Mäntsälä, gibt es seit einiger Zeit die Metallimessu – eine Metal Messe – bei der es laute Gitarren, moshende Sänger und vor allem volle Kirchen gibt.



Die Akzeptanz unter den Jugendlichen scheint bisher großartig zu sein. Dass sich nun ausgerechnet in Finnland eine solche Idee realiseren lässt, ist wenig überraschend. Metal-Alben tauchen ständig oben in den finnsichen Charts auf und mit Lordi gewann 2006 eine selbstbewusst rockende finnische Band den Eurovison Song Contest.



Mikko Saari, ein Mitbegründer der Metal Messe, hat auch eine Erklärung parat, warum Metal in Finnland so gut funktioniert: „Finnen sind bekannt dafür, zurückhaltend, ernst und ehrlich zu sein. Da passt Metal gut rein – er ist direkt, ehrlich und düster.“



Initiiert wurde die Metal Messe allerdings nicht von der Kirche – so offen und fortschrittlich sind die Diener Gottes nicht mal in Finnland. Es waren vielmehr fünf Metal-Fans, von denen auch drei in der Kirche arbeiteten.



Beschweren sollte sich also eigentlich niemand – kritische Stimmen kommen trotzdem aus beiden Lagern. Konservative Gläubige halten nichts von der Integration unserer geliebten Satans-Musik, konservative Metaller werfen den Organisatoren vor, mit dem in Finnland so populären Metal auf Nachwuchs-Fang zu gehen.





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(Bild: Getty Images)



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