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Ne Obliviscaris Portal Of I

Extreme Metal, Code666/Soulfood 7 Songs / 71:40 Min. / 13.07.2012

5.0/ 7
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Foto: Code666/Soulfood

Für diese sechs Extremisten aus Melbourne muss man einen Hang zum Zerebralen haben! Denn die sieben Tracks ihres Debüts (alle so um die zehn Minuten lang) jonglieren wie wild mit Versatzstücken (Death, Black, Jazz, Prog, Folk, Klassik…) und peitschen den Hörer durch eine unendliche Vorstellungskraft. Alles so schön bunt hier: Geigen-Pizzicati, filigrane Akustik-Breakdowns und cinematographische Zwischenspiele treffen auf Growls und Klargesang, Blastbeat-Geprügel und Sternenklang. Intensiv von der ersten Sekunde an (kann man natürlich auch als „anstrengend“ lesen), scheinen die Australier Jahre auf diesen Moment zugearbeitet zu haben: alles auf eine Karte, jetzt.

Aber ob Opeth deshalb mit Ne Obliviscaris wirklich ernsthafte Konkurrenz bekommen haben, wie stellenweise schon zu lesen war? Noch nicht ganz, nein. Noch fehlt es am roten Faden, an der Disziplin, die aus der Loseblatt-Sammlung PORTAL OF I das ganz große Album machen würde. Noch sind sie zu verliebt in ihr Können. Wenn es ihnen gelingt, ihre Virtuosität zu bündeln (und den pappigen Drumsound der Jens Bogren-Produktion zu kicken), erwartet uns aber vermutlich schon bald ein neues Metal-Phänomen.

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