Alben

Threshold 5 Stars
March Of Progress

Prog Metal
10 Songs / 69:44 Min. - Nuclear Blast/Warner

Threshold MARCH OF PROGRESS (2012) Foto: Nuclear Blast Threshold MARCH OF PROGRESS (2012) Nein, es soll ausdrücklich kein schwarzer Humor sein. Das letzte Lebenszeichen von Threshold erschien bereits 2007, damals noch mit Andrew McDermott am Mikro, der im August 2011 im Alter von nur 45 Jahren an Nierenversagen starb. Sein charismatisches Hard Rock-Timbre, reißerisch, partiell schmalzig und elegant zugleich, war zweifelsohne das Aushängeschild der Briten. McDermott stieg bereits 2007 aus, sein Nachfolger war und ist der Originalfrontmann von Threshold: Damian Wilson. Auf ihm lastet ohne Zweifel der größte Druck. Allein stimmlich wäre das schon eine Hausnummer gewesen, nun hat er auf dem neunten Studioalbum auch noch die emotionale Bürde zu schultern. Mir gefällt sein höherer, manchmal nasal wirkender Gesang nicht ganz: Wilson gehört eher in die gängige Prog Metal-Kategorie. Was auf der anderen Seite natürlich heißt, dass man ihm künstlerisch nicht ans Schuhwerk brunzen kann. Zumal seine Bandkollegen diesen subjektiven Makel musikalisch voll abfedern. Threshold beweisen auch mit MARCH OF PROGRESS, dass Prog Metal in seiner Urform (ohne Avantgarde, ohne Djent, aber mit Eiern) zu begeistern weiß. Die Briten fanden immer schon die richtige Balance zwischen groovend-fetten Riffs, breiten Keyboard-Schwingen und juchzenden Melodiebögen. Wie gesagt: Mit McDermott am Mikro hätte ich höchstwahrscheinlich noch einen Punkt mehr gezückt, aber auch so sollte der Fortbestand dieser Institution gesichert sein. Definitiv ein (traditionelles) Prog-Highlight des Jahres.

Jetzt Juke testen!

Kommentare (2)
Verstehe ich nicht ganz

Irgendwie kapiere ich dieses Review nicht. Warum wird hauptsächlich vom leider viel zu früh gestorbenen "Mac" geschrieben? Entscheidend ist doch die Musik, die auf diesen Longplayer gebannt wurde, oder? Und die ist nunmal eine Nummer für sich. Auch gesanglich, egal wie der Sänger heisst, weiss sie auf der gesamten Linie zu überzeugen. Melodien, die Gänsehaut erzeugen, Riffs, die zum Kopfnicken animieren und Lyrics, die zum nachdenken anregen. Mir ist dieses Review eindeutig zu subjektiv. Zu wenig Metal, oder was? Schade. Von mir gibts definitiv die volle Punktzahl. Anwärter zum Album des Jahres. Punkt.

Da

muss ich dir recht geben, obwohl da noch Konkurrenz beim Album des Jahres in Form von Heaadspace gibt.......

Kommentar schreiben
 
*
 
*
captcha *

* Pflichtfeld

Sämtliche Kommentare müssen vor Erscheinen freigegeben werden.