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U.D.O.
Steelhammer
Heavy Metal
Foto:
Nuclear Blast
Threshold MARCH OF PROGRESS (2012)
Nein, es soll
ausdrücklich kein schwarzer Humor sein. Das letzte Lebenszeichen von Threshold
erschien bereits 2007, damals noch mit Andrew McDermott am Mikro, der im August
2011 im Alter von nur 45 Jahren an Nierenversagen starb. Sein charismatisches
Hard Rock-Timbre, reißerisch, partiell schmalzig und elegant zugleich, war
zweifelsohne das Aushängeschild der Briten. McDermott stieg bereits 2007 aus,
sein Nachfolger war und ist der Originalfrontmann von Threshold: Damian Wilson.
Auf ihm lastet ohne Zweifel der größte Druck. Allein stimmlich wäre das schon
eine Hausnummer gewesen, nun hat er auf dem neunten Studioalbum auch noch die
emotionale Bürde zu schultern. Mir gefällt sein höherer, manchmal nasal
wirkender Gesang nicht ganz: Wilson gehört eher in die gängige Prog
Metal-Kategorie. Was auf der anderen Seite natürlich heißt, dass man ihm
künstlerisch nicht ans Schuhwerk brunzen kann. Zumal seine Bandkollegen diesen
subjektiven Makel musikalisch voll abfedern. Threshold beweisen auch mit MARCH
OF PROGRESS, dass Prog Metal in seiner Urform (ohne Avantgarde, ohne Djent,
aber mit Eiern) zu begeistern weiß. Die Briten fanden immer schon die richtige
Balance zwischen groovend-fetten Riffs, breiten Keyboard-Schwingen und
juchzenden Melodiebögen. Wie gesagt: Mit McDermott am Mikro hätte ich
höchstwahrscheinlich noch einen Punkt mehr gezückt, aber auch so sollte der
Fortbestand dieser Institution gesichert sein. Definitiv ein (traditionelles)
Prog-Highlight des Jahres.

Kommentare (2)
Verstehe ich nicht ganz
Irgendwie kapiere ich dieses Review nicht. Warum wird hauptsächlich vom leider viel zu früh gestorbenen "Mac" geschrieben? Entscheidend ist doch die Musik, die auf diesen Longplayer gebannt wurde, oder? Und die ist nunmal eine Nummer für sich. Auch gesanglich, egal wie der Sänger heisst, weiss sie auf der gesamten Linie zu überzeugen. Melodien, die Gänsehaut erzeugen, Riffs, die zum Kopfnicken animieren und Lyrics, die zum nachdenken anregen. Mir ist dieses Review eindeutig zu subjektiv. Zu wenig Metal, oder was? Schade. Von mir gibts definitiv die volle Punktzahl. Anwärter zum Album des Jahres. Punkt.
von Martin am 05. September 2012 18:20 Uhr Melden
Da
muss ich dir recht geben, obwohl da noch Konkurrenz beim Album des Jahres in Form von Heaadspace gibt.......
von Thomas am 01. Oktober 2012 12:02 Uhr Melden