Alben
U.D.O.
Steelhammer
Heavy Metal
von Frank Thießies
Foto:
METAL HAMMER
METAL HAMMER 12/2012
Erfrischenderweise ohne jegliche Spur von jenem handelsüblichen, ausgelutscht-aufgesetzten AC/DC-Epigonentum ballert das australische Quartett seinen Rotz’n’Roll durch die Boxen, die zum Albumende eigentlich wie bis auf den letzten Lusttropfen entleerte, zerquetschte Bierbüchsen aussehen müssten.
Mit ihrer Punk-Attitüde, rattenscharfen Riffs, Johnny Thunders-Schmiss und Bikergangbang-Charme ist – neben Motörhead und vielleicht auch etwas Monster Magnet – die naheliegendste Referenz dann auch schnell viel, viel weiter nördlich ausgemacht: Turbonegro. Halt, viel zu harmlos. Besser: Ein Trupp homophobe Typen, die so klingen, als würden sie aufgrund zu hoher Drogenkonsum- und einhergehender Gewaltbereitschaft selbst von Turbonegro-Roadies gemieden und gefürchtet.
Mammoth Mammoth fressen Schwiegersohn-Bands wie Airbourne zum Frühstück, schmieren Chrome Division die daraus resultierenden Exkremente aufs Brot und vögeln sich danach durch Lemmys übrig gelassene Groupie-Reste – ohne Gummi. Ohne Scheiß.
von Frank Thießies
