Tauthr

Tauthr

Black Metal

Irgendwann zu altvorderen Zeiten (also Mitte der Neunziger) tobte sich Endstille-Gitarrist Lars Wachtfels bei dieser Band aus. 2008, als man offensichtlich gerade mal Langeweile hatte, wurde das Endstille-Line-up minus Ex-Sänger Iblis (den Job hat seit jeher ein amtliches, eher Death Metal orientiertes Kehlchen namens Sator inne) verpflichtet, mal eben ein Debüt einzuhämmern: LIFE-LOSING, jetzt endlich veröffentlicht.

Und ganz ehrlich: Das wurde verdammt noch mal Zeit! Tauthr klingen wie ein „Hätte, wäre, wenn“ zu Endstille, die Riffs und auch das monolithische Getrommel von Mayhemic Destructor sind unverkennbar, auch die gehassliebte Monotonie findet sich. Aber das Ganze hat eine erhabene, nicht so hektische und wahnsinnig fette Güte – teilweise höre ich sogar einen Hauch Hypocrisy raus.

Vor allem, weil Herr Wachtfels sich da eine veritable Anzahl von Teilen rausgeschraubt hat, für die das Wort „Hit“ zwar eher irreführend ist, die aber auf perfide Art die primitiven Instinkte ansprechen. Sprich: Der Nackenmuskel zuckt wie ferngesteuert bei Dampfhämmern wie ‘Dis-loved’, ‘Memories’, ‘Hope’, ‘Crown’ – und ehrlich gesagt beim ganzen Rest auch.