Toggle menu

Metal Hammer

Search

Korn Korn III: Remember Who You Are

Rock, Roadrunner 14 Songs / 61:30 Min. / 07.06.2010

4/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Die Voraussetzungen konnten viel versprechender kaum sein: Mit ihren letztjährigen Festival-Auftritten hatten Korn zahlreiche alte Fans versöhnt, zudem holte man sich mit Ross Robinson den Mentor der legendären ersten beiden Alben ins Boot und versprach – für alle auch im Titel sichtbar – sich nach den alternativ-industriellen Experimenten der letzten Werke wieder auf die musikalischen Ursprünge zu besinnen. Die Rahmenbedingungen sind also bestens – nur das Gemälde nicht.

Und das obwohl eigentlich alles da ist, was die Band auszeichnet: Jonathan Davis pumpt, wimmert, weint und schreit, Fieldys Bass nimmt jede Box auseinander, die Munky-Riffs wechseln zwischen kurz Gehacktem, psychedelischen Einsprengseln und fast schon Doom-Schwere – aber diese Einzelteile ergeben diesmal kein großes Ganzes. ‘Pop A Pill’ ist ebenso wie die erste Single ‘Oildale (Leave Me Alone)’ solide, das sphärischere ‘Fear Is A Place To Live’ kitzelt zumindest kurzzeitig am Nerv und ‘Holding All These Lies’ überzeugt zumindest emotional. Das war’s. Einzig ‘Never Around’ versprüht den ehemals typischen Korn-Esprit und hätte sich auf Alben wie FOLLOW THE LEADER (1998) oder ISSUES (1999) gut gemacht.

Der Rest ist gelinde gesagt eine bessere B-Seiten-Sammlung. Auf dem gesamten Album gibt es nicht ein Lied, das es in die Phalanx der unzähligen Hits aus der Bandhistorie schaffen wird. Und das ist nun – nicht nur aufgrund erwähnter Konstellation – wirklich enttäuschend.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Korn :: The Serenity Of Suffering

KoRn :: The Paradigm Shift

Korn :: The Path Of Totality


ÄHNLICHE ARTIKEL

Korn haben fast 40 Songs für neues Album geschrieben

Korn gehen hart mit sich selbst ins Gericht, wenn es darum geht, Musik für den neuen Longplayer zu komponieren.

Korn: Bands lehnten Ray Luzier ab, weil er keine Drogen nahm

Korn-Drummer Ray Luzier hat den kuriosen Fakt ausgepackt, dass ihn zwei Bands nicht haben wollten — weil er keine Drogen nimmt.

Accept holen Metallica- & Ghost-Musiker für Jubiläumsalbum

Accept haben 50 Gaststars aus Rock und Heavy Metal für ihre Jubiläumsplatte TEUTONIC TITANS 1976-2026 gewinnen können.

teilen
mailen
teilen
Korn vs ‘Diablo IV’: Die Hölle ruft

Gitarrist Brian Welch spricht exklusiv mit METAL HAMMER über die Hintergründe von ‘Reward The Scars’ und der Kooperation mit ‘Diablo IV’. METAL HAMMER: Brian, ‘Reward The Scars’ ist nach ‘Haze’ (2008) für das gleichnamige Videospiel eure zweite musikalische Zusammenarbeit mit der Gaming-Industrie. Wart ihr für ‘Diablo’ (2023) sofort wieder mit an Bord? Brian Welch: Teilweise. Jonathan (Davis, Sänger – Anm.d.A.) ist seit Jahrzehnten Gamer und großer Fan der ‘Diablo’-Reihe. Wenn Korn auf Tour sind, zockt er permanent. Jeden! Einzelnen! Tag! Treffen wir uns privat, essen wir gemeinsam. Anschließend verzieht er sich direkt wieder vor seine Konsole. Rate mal, wer der…
Weiterlesen
Zur Startseite