Alben
Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Simone Bösch
Foto:
Trollzorn Records (Soulfood)
Gwydion, Horn Triskelion, Cover
Wikinger stammen traditionell aus Skandinavien und Nord- bis Mitteleuropa. Im Falle von Gwydion stechen die bärtigen Mannen jedoch um einiges südlicher – genauer gesagt: von Portugal aus – in See. Das macht jedoch gar nichts. Südländer haben, wie wir alle wissen, Rhythmus im Blut. Und den zeigen die sechs Musiker auf ihrem Zweitling HORN TRISKELION mehr als deutlich.
Gute Laune verbreitende Humppa-Riffs verbinden sich mit donnernden Doublebass-Attacken und melodiösen Chorälen, was sofort in Beine und Nacken geht. Für die Songs standen mit Sicherheit Szenegrößen wie Finntroll und Thyrfing Pate, was auch schon die Schwäche des Albums definiert: Eigenständigkeit ist auf den elf Tracks kaum auszumachen.
Jeder Song an sich ist gut gemacht, leider hat man aber immer das Gefühl, die Melodien irgendwo schon einmal gehört zu haben. Schade. Wenn Gwydion mehr als eine Viking Metal-Coverband sein wollen, sollten sie sich ein bisschen anstrengen. An Technik und Können mangelt es nämlich nicht.
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