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Alcest – Ecailles De Lune

Dark Rock, 1 Songs, 43:26 Min., VÖ: 26.3. Songwriting 6 Sound 4 Hörspaß 5 = 5,00

5/ 7
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Alcest - Ecailles De Lune

Es gibt Platten, die machen es einem leicht. Und es gibt Platten, die ihr Innerstes einfach nicht preisgeben wollen. ECAILLES DE LUNE fällt in die letzte Kategorie, und das aus mehreren Gründen. Der offensichtlichste: Hier treffen so unterschiedliche Stimmungen aufeinander, dass es fast unmöglich ist, genau zu sagen, welche denn letztendlich die Oberhand gewinnt. Es ist ein bisschen, als würden zwei Menschen um die Gunst eines Dritten kämpfen. Einer probiert es mit zarter (Post Rock-)Versuchung, der andere mit roher (Black Metal-)Gewalt – im Grunde funktionieren beide Methoden, der Erfolg hängt rein von den Vorlieben des Umworbenen ab. Seltsam wird’s nur, und das ist bei mir der Fall, wenn jemand beide Varianten mag. Dann ist man hin und her gerissen: Stellt euch vor, ihr liegt in einem dieser Floating-Tanks, totale Entspannung mit Schweben, Träumen, das volle Programm. Und dann stürzt plötzlich alles über einem zusammen, und man muss sich komplett nackt und unvorbereitet gegen den Trümmerregen schützen – willkommen bei ‚Ecailles De Lune (Part II)’! Nicht weniger krass wird es, wenn der Sound-Orkan urplötzlich zum Schweigen gebracht wird, man ins Auge des Sturms vorgedrungen ist. Ihr seht schon: ECAILLES DE LUNE ist wahrlich keine eindimensionale Platte, die stumpf in eine Richtung marschiert. Das macht sie sperrig, wahrscheinlich sogar zu sperrig für die meisten Hörer. Wer aber Lust hat, Musik mit einem etwas anderen Ansatz langsam für sich zu entdecken, ist hier richtig.

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