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Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Frank Thiessies
Foto:
Metal Blade/Sony
Pentagram CD-Cover zu Last Rites
Vier Dekaden volle Metal- und Doom-Dröhnung darf sich Sänger Bobby Liebling nun schon auf die Fahne schreiben. Und würde Guido Knopp, wäre er mit irgendeiner Form von historischer Kompetenz gesegnet, mal eine Reihe zum Thema „Des Doom Metal meist unterschätzte Helfer“ machen, wären Pentagram samt aller ehemaligen Mitstreiter die perfekten Mehrteiler-Kandidaten. Doch lassen wir Geschichtliches beiseite und springen kopfüber ins Zeichen des, beziehungsweise der Gehörnten.
Denn LAST RITES ist alles andere als der letzte klapprige Nostalgie-Abgesang auf die lustigen Metal- und Hard Rock-Rituale und Zeiten der Vergangenheit. Es ist vielmehr ihre feierliche Wiederauferstehung. Bezeichnende sieben Jahre hat es gedauert, dass die nicht gerade Album-aktive und auch personell unbeständige Band sich doch noch mal wieder ins Studio bemüht. Mit dem abermals Album-vereinten Doom-Dreamteam aus Griffbrett-Packer Victor Griffin samt Band-Vorsteher Liebling ist der Coup jedoch wirklich perfekt. Das Songmaterial? Ausnahmslos Knüller. Die Riffs? Ein Brett vor dem Herrn. UndLieblings Stimme? Alters- und ausdrucksstark und authentisch wie kaum ein Zweiter. Ein ähnlich ergreifendes und wahrhaft vitales Lebenszeichen aus erster, beziehungsweise Langspieler-historisch betrachtet, zweiter Doom-Hand, gab es zuletzt nur noch mit Heaven & Hell und THE DEVIL YOU KNOW.
Und wir alle wissen, wo das endete. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht das letzte, großartige Aufbäumen von Locke Liebling und seinem kleinem Iommi ist. Denn dann würde es solch ein magisches und majestätisches Ursuppen-Metal-Manifest sicher niemals mehr geben.
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