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Porcupine Tree THE INCIDENT Review



Die Fans von Porcupine Tree verlangen danach, dass es ihnen Mastermind Steven Wilson nicht leicht macht. Denn die Anhänger dieser Band sind entweder a) selbst Musiker oder b) anspruchsvolle Prog Metal-Gourmets, die nichts mehr hassen, als von ihrer Lieblingsmusik gelangweilt zu werden. Wilson weiß das, er kennt das Begehren seiner Anhängerschaft genau – und bedient es nach Leibeskräften.



Deswegen fordert THE INCIDENT den Zuhörern nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich einiges ab: Das Album dreht sich thematisch um dramatische Ereignisse des Lebens (Unfall, Tod, Liebesdramen et cetera) und speist seine Geschichten aus einer vielschichtigen Musik, in der Rock und Prog ebenso Platz finden wie symphonische Querverweise und Jazz. Als Blaupause dienen Wilson dabei insbesondere King Crimson, aber ebenso Van der Graaf Generator oder Rush. Dennoch kupfern Porcupine Tree auch auf THE INCIDENT erneut nicht stumpf ab und verhindern überdies gekonnt jedwede Wiederholung – mit einer Ausnahme: Das mehr als elfminütige ‘Time Flies’ mit seinen offenkundigen David Gilmour-Riffs zitiert absichtlich Pink Floyd-Stilmittel.



Fazit: Steven Wilson & Co. sind mittlerweile selbst zum Orientierungspunkt für andere Bands geworden, auch wenn THE INCIDENT in sich kein derart stimmiges Werk wie beispielsweise IN ABSENTIA (2002) geworden ist.



Matthias Mineur





Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Oktober-Ausgabe des METAL HAMMER.



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