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CALIBAN I Am Nemesis

Modern Metal, VÖ: 3.2.

5/ 7
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CALIBAN

Century Media/EMI (12 Songs / 45:21 Min.)

Der hohe Härtegrad des Caliban-Achtlings überrascht: Schon die klargesangsfreien Aggrobolzen ‚We Are The Many‘ (mit Heaven Shall Burn/Suicide Silence-Mikrofongästen) und ‚The Bogeyman‘ trotzen „Wut-Strophe, Schmuse-Chorus“-Erwartungen und binden (prägnante) Keyboards krafteinbußenfrei ein. Die Devise findet Ergänzung in bisweilen an Heaven Shall Burn/Meshuggah erinnerndem Klang. Apropos: Caliban tauschen ihr modernes Stahl- nicht gegen ein Frickelhausen-Domizil, entflammen Moshpits aber in Songs wie ‚Deadly Dream‘ mit Meshuggah-angelehnten Synchrontänzen. Zusätzlich wehen durch I AM NEMESIS erfrischende, teils Mandolinen-verwandte Riffs. Deren Qualitäten treten besonders in Kombination mit Traditions-Einschüben, Gangshouts und Guttural-/Keifattacken (‚No Tomorrow‘) oder melancholischer Schwere (‚This Oath‘) hervor. Natürlich kommen die Ruhrpottler 2012 – je nach Standpunkt: leider/zum Glück – nicht ohne Klargesang aus. Allerdings fügt sich jener überwiegend stimmiger in die Groove-Prügel-Wechselbäder ein. Und trieft dann doch Fremdkörper-Schmalz (‚Memorial‘, ‚Open Letter‘), spülen ihn Melodic Death-Peitschen oder Breakdown-Massaker meist zügig fort.

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