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Concept – Reason & Truth

Melodie Metal, (10 Songs / 50 00 Min.)

6/ 7
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Endlich einmal Melodie Metal aus dem Stiefelland, der nicht die dort scheinbar allmächtige, beispielgebende Rolle von Rhapsody und Labyrinth bemüht! Sicher: Auf sinfonische Elemente mit all ihren Insignien wie exzessiven Piano-Einsatz, elegische Passagen und überlange Kompositionen verzichtet auch dieses italienische Quintett nicht wie zum Beispiel ‚Conceptsymphony (The Dialogue)‘ beweist. Doch wenn überhaupt Vergleiche zulässig sind, dann gen Südamerika und frühe Angra, denn alleine die Stimme von Shouter Gianni Carcione ist der von Andre Matos verdammt ähnlich. Und auch sonst schlagen zumindest die Up-Tempo-Kompositionen (allen voran der Opener ‚Elegy Of Truth‘ oder die Doublebass-Hymnen The (Soul Time) Version‘ und ‚Power After Power‘) in jene Kerbe, die von den Mannen aus der südlichen Hemisphäre in den Mitt-Neunzigern vorgelegt wurde. Darüber hinaus lassen es unsere Südeuropäer auch schon mal Rush-verdächtig jazzig-frickelig angehen (‚Spes III‘), greifen sogar auf Black Sabbath‚sche Heaviness zurück (‚Sweet Dreams‘), wissen -wie im wunderschönen, theatralischen ‚Death Of Reason‘ auch mit spanischen Gitarren zu hantieren und garnieren ihre interessant strukturierten Kompositionen gelegentlich mit Effekten aus dem Repertoire der legendären Pink Floyd. REASON & TRUTH wird so zu einem Album, das mehr zu bieten hat als einen weiteren stumpfen Melodie Metal-Aufguss ä la Rhapsody/Labyrinth oder der Stratovanus-Kategorie und vor allem mit Vielseitigkeit und überraschenden Wendungen in den Arrangements sowie mit einem dezenten intellektuellen Appeal zu überzeugen weiß. Cool!

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