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Darkthrone The Underground Resistance

Black Metal, Peaceville/Edel 6 Songs / 41:57 Min. / VÖ: 01.03.2013

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Review in METAL HAMMER-Ausgabe 03/2013
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Foto: METAL HAMMER

A BLAZE IN THE NORTHERN SKY (1992), UNDER A FUNERAL MOON (1993) und PANZERFAUST (1995) sind Black Metal-Meilensteine und Pflichtbesitz für jeden, der meint, sich auch nur ein bisschen für Black Metal zu interessieren. Doch Fenriz und Nocturno Culto zersägen ihr musikalisches Erbe und konterkarieren das Monument Darkthrone.

Ihnen wird’s egal sein – und genau das drücken sie mit dem musikalischen Mischmasch aus rumpelndem Thrash, Speed Metal und einer mehr gewollt als gekonnt inszenierten Interpretation von NWOBHM aus. Das Elend begann einst 2007 mit F.O.A.D. und findet nun mit THE UNDERGROUND RESISTANCE seinen Höhepunkt. Musikalisch präsentiert man sich zwar einen Hauch aufgeräumter als auf CIRCLE THE WAGONS (2010), aber diese sechs Songs (Fenriz und Culto mit je drei Kompositionen) kommen zusammen so unausgegoren daher, dass man sich an den Kopf fasst.

Während Drummer Fenriz seiner Liebe zum klassischen Metal (samt „klarem“, hohem Gesang, oh Graus!) freien Lauf lässt, rumpelt sich „NC“ durch angeschwärzten Thrash mit zeitweiligen Doom-Passagen. Das passt alles vorne und hinten nicht zusammen. Den Bock schießen die beiden jedoch mit dem Titel ab: die „Gegenwehr“ des Untergrunds? Sorry, ich lole hart.

Wenn auf dem Cover nicht das Darkthrone-Logo prangen würde, fände sich niemand, der für diesen Kokolores Geld bezahlen würde. Wer nämlich immer noch im Kontext von Darkthrone auf Black Metal hofft, hat den Schuss anscheinend immer noch nicht gehört. Rumpel-Schwachfug is the new Schwarz!

Heiß oder Scheiß? Darkthrone spalten mit THE UNDERGROUND RESITANCE die METAL HAMMER-Redaktion und werden zum Streitfall in unserer März-Ausgabe.

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