Top-Themen
Toggle menu

Metal Hammer

Search

Evanescence Evanescence

Rock, VÖ: bereits erschienen

5/ 7
teilen
teilen
twittern
teilen
mailen
von

Eagle/Edel (12 Songs/48:23 Min.)

Das letzte Evanescence-Album THE OPEN DOOR war mein hässliches Entlein 2006. Es dauerte ziemlich lange, bis sich das epische Labyrinth erschloss, das viel mehr Umwege nahm als das trillionenfach verkaufte Debüt FALLEN (2003, inklusive des Hits ‚Bring Me To Life‘). Fünf Jahre sind vergangen, Protagonistin Amy Lee hat sich in der Zwischenzeit mit Malerei, Harfe und Soundtracks beschäftigt – doch das hat keinerlei Auswirkungen auf ihre Musik. Ihre emotional vielseitig einsetzbare Stimme steht immer noch im Brennpunkt von Stakkatoriffs, epischen Keyboardflächen und modernen Rock-Rhythmen. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme steckt sie den Großteil der Trällerelsen-Kokurrenz locker ins Korsett. Die Befürchtung, Lee würde sich in künstlerischer Selbstgefälligkeit verlieren, erweist sich dementsprechend als Trugschluss. Hier geht es nicht um gekünstelten Schmalz, sondern Ausdruck. Aber: Ein gewisses Sättigungsgefühl kann man ab Mitte des Albums nicht verleugnen. Von den verspielten Pianoläufen in ‚The Change‘, ‚My Heart Is Broken‘ oder ‚Erase This‘ würde man in Zukunft hingegen gern noch mehr hören. Diese extravaganten, dennoch leichten Momente sind es, die EVANESCENCE auszeichnen und besonders machen. Zum hässlichen Entlein reicht es diesmal dementsprechend nicht, aber auf Anhieb zu einem ziemlich adretten Schwan.

teilen
teilen
twittern
teilen
mailen
Kommentieren