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FREAKWAVE Personal Thrill

Crossover, VÖ: bereits erschienen

5/ 7
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7hard/New Music (11 Songs / 39:09 Min.)

Abgefahren. Die Aachener Freakwave klingen auf PERSONAL THRILL so dermaßen nach den Neunzigern und einer gut abgehangenen Mischung aus damals angesagten Bands wie Suicidal Tendencies, Leeway und Pro-Pain (zu FOUL TASTE-Zeiten), dass man sich schon manchmal fragt, ob man es hier wirklich mit einer neuen Platte oder doch mit einem vergessenen Schatz von damals zu tun hat. Und das ist durchaus positiv gemeint, denn diese totale Verweigerung moderner Trends kommt verdammt erfrischend daher. Und damit das klar ist: Die Einordnung unter Crossover hat nichts mit Funk Metal oder Rap-Vocals über harten Gitarren zu tun, sondern soll eher die Art beschreiben, wie hier Metal- und Hardcore-Versatzstücke zusammengesetzt werden. Passend dazu ist die Produktion gut, aber weit entfernt davon, nach geschnippeltem Pro Tools-Neuzeitstandard zu klingen. Hier geht es nicht um „möglichst fett, möglichst dick, möglichst präzise“, vielmehr wird der simplen Rock-Besetzung Rechnung getragen und dem Bass auch mal Platz gegeben, um sich mit ungewöhnlichen Läufen auszuleben. Manchmal klingen die leider nicht mit abgedruckten Texte allerdings etwas arg stumpf in der Verwendung plakativer Phrasen, und auch das leicht falsche Fährten legende Coverartwork gewinnt nicht unbedingt Geschmacks-preise. Davon abgesehen, ist PERSONAL THRILL aber echt geiler Scheiß für ältere Leute mit der entsprechenden Sozialisierung. Schöne Überraschung.

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