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von Gernot Krebs
Foto:
Bethesda
Hunted, The Demons Forge
Zwei Söldner - ein Barbar und eine Elfin - ziehen gemeinsam los, um die dunkle Welt der Verließe und Untoten das Fürchten zu lehren. Mit im Gepäck: diverse Schwerter, Äxte, Schilder und Rüstungsteile, Bogen und Armbrüste. Ein bisschen Magie darf natürlich auch nicht fehlen. Das sind die groben Eckpfeiler von „Hunted – The Demon’s Forge“ einem Fantasy Action Spiel mit hohem Hack’n’Slay Anteil. Klingt erstmal völlig unspektakulär.
Der interessante Dreh beruht auf dem Wörtchen Kooperation, sei es im Single Player oder Multiplayer Modus. Er macht sich u.a. durch die Kampfausrichtung der beiden Protagonisten sofort deutlich. Während der Barbar Caddoc fürs grobe zuständig ist und den Feinde am Besten aus der Nähe den Schädel spaltet, hält sich die agile E’Lara im Hintergrund und übt sich in Distanzangriffen mit Pfeil und Bogen. Auch das Lösen von Rätseln klappt ohne Teamwork nicht: Der Kraftprotz räumt den Weg frei, indem er Mauerwerk in Bewegung versetzt, die Elfin kann mit ihren Pfeilen Schalter auslösen und Gegenstände in Brand setzen. In einzelnen Leveln kann und muss hierfür sogar zwischen den Charakteren gewechselt werden. Der Koop-Aspekt des Spiels bringt Abwechslung, die Rästel gewinnen an Knobelfaktor, wodurch das Spiel nicht zum stumpfen Niedermetzeln verkommt.
„Hunted – The Demon’s Forge“ birgt ebenfalls ein paar Fantasy-Rollenspiel-Ansätze, die jedoch nicht in letzter Konsequenz ins Konzept mit aufgenommen wurden. Auch wenn einzelne Fähigkeiten und Charaktereigenschaften nicht dezidiert und spezifisch geskillt werden können, lernen und entwickeln sich die beiden Helden durch das Sammeln spezieller Gegenstände und dem Erreichen von Erfahrungspunkten schrittweise weiter, wodurch sich Ihr Fähigkeitsportfolio erweitert. Hier hätte ein ausgefeilteres System sicherlich gut getan, um dadurch die beiden Charaktere individueller und spezialisierter formen zu können.
Mühe wurde sich in Punkten Stimmung, Umgebung und Texturen gemacht. Details, wie blutverschmierte Charaktere nach einem Zusammenstoß mit dem Feind fügen sich in die bedrohliche, beklemmende und düstere Grundstimmung ein. Dennoch will das Spiel nicht so 100%ig fesseln. Hierzu trägt unter anderem auch die etwas eckige und sperrige Steuerung bei, wodurch Gameplay und Spielfluss ins Stocken geraten. Ebenfalls wartet man leider vergeblich auf den gewissen Spannungsbogen in der Storyline und den einzelnen Kapitelabschnitten. So dümpelt alles einfach etwas zu sehr vor sich hin. Der richtige Kick bleibt aus.
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