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von Thomas Sonder
Foto:
Electronic Arts
Global Ops – Commando Libya, Packshot
Marketingtechnisch wurde hier nichts falsch gemacht: Sowohl das Cover als auch das Zitat von gamingxp.com („Lässt so manchen Blockbuster alt aussehen“) zeugen von ordentlichen Investitionen. Weniger investiert wurde hingegen in das Spiel selbst. „Enttäuschend“ ist der Begriff, der beim Spielen am häufigsten durch den Kopf geht.
Als CIA-Agent muss man verhindern, dass ein Top-Terrorist eine Atombombe an den libyschen Machthaber verhökert. Dazu gilt es, sich an unterschiedlichsten Orten linear durch Schlauchwege zu ballern. Im Grunde alles, wie es sich gehört – einfache Tastaturbelegung (bewegen, ducken, zielen, schießen), die jedoch nicht änderbar ist. Genauso kann man an den Grafikeinstellungen fast nichts einstellen, was das traurige Abbild der Welt um den Agenten herum verbessern könnte. Die grafische Darstellung ist absolut nicht zeitgemäß, Detailreichtum ist Mangelware.
Übel auch die KI: Die Feinde machen immer dasselbe, entweder kommen sie angerannt, oder verstecken sich hinter einer Deckung. Der eigene Kampfpartner brilliert wiederum durch markige Sprüche, aber oft auch durch Abwesenheit.
Trotz Unreal Engine wirkt GLOBAL OPS – COMMANDO LIBYA wie ein unfertiges Produkt, das zwar die typischen Kriegs-Shooter-Charakteristika aufweist und aus dem man mithilfe deutlich mehr Atmosphäre, tieferem Eingleiten in die Umgebung und freier Speicherfunktion wirklich hätte eine gute Alternative für die ‘Medal Of Honor’- oder ‘Battlefield’-Serie hätte machen können.
Mission: gescheitert.
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