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Graveyard Lights Out

Rock, Nuclear Blast/Warner 9 Songs / 35:36 Min.

5/ 7
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Review in METAL HAMMER 11/2012
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Foto: METAL HAMMER

Es ist gar nicht so einfach, den Sound der Sechziger und frühen Siebziger authentisch einzufangen, ohne wie die neunhundertste Kopie zu klingen welche denkt, die Kombination aus altem Instrumentarium und dichten Bärten reiche aus für den Retro-Olymp. Oder schlimmer noch: Flugs die ersten drei Sabbath-Alben verinnerlicht, und dann stonerrocken wie Tausende andere. Gähn.

Beides kann man Graveyard nicht vorwerfen: Die Schweden klingen „wie früher“, besitzen aber ihren eigenen Geschmack dabei. Klang das auf dem Debüt GRAVEYARD von 2007 noch nach der halbdüsteren Underground-Ecke der Marke Pentagram oder Witchcraft, ging der Zweitling HISINGEN BLUES von 2011 mehr in Richtung Cream und der ersten Led Zeppelin. Das schnell nachgelegte LIGHTS OUT nimmt diesen Faden auf, wirkt aber neben aller -Rockerei ruhiger, atmosphärischer und cleaner.

Schon ‘Slow Motion Countdown’, das zweite Stück, bietet uns bluesige Getragenheit, die Orgel im ruhigen ‘Hard Times Lovin’’ lässt an die Doors denken, und auch sonst hat der Rumpelfaktor abgenommen. Auf Anhieb halten sich die Songs nicht gerade im Ohr fest, aber Stimmung und Sound der Platte stimmen immer und laden auf weitere Hördurchgänge ein. Knappe Fünf.

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