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Integrity The Blackest Curse

Hardcore, Deathwish Inc./Indigo 10 Songs / 37:15 Min. / VÖ: 25. Mai 2010

6/ 7
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Integrity - The Blackest Curse
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Foto: Deathwish Inc./Indigo

Holy Terror! Es gab zwar gefühlt tonnenweise Releases dieser US-Hardcore-Legende in den letzten Jahren, aber das letzte echte Album war das legendäre SEASONS IN THE SIZE OF DAYS aus dem Jahr 1997 (INTEGRITY 2000 zähle ich nicht). Damals wie heute ist es so gut wie unmöglich, aus dem Kanon des Heavy Metal heraus zu erklären, was diese Band so großartig macht, obwohl sie wie keine andere Metal und Hardcore (und zwar, müßig das zu betonen, nicht in Form von Metalcore) zusammengebracht hat.

Der Sound war in den Neunzigern schon krasser Scheiß, heute ist er es immer noch, auf eine angesagt old-schoolige Art. Dwid Hellion, Sänger und Mastermind der Band, ist sogar für US-Verhältnisse ein Freak, seine Vermischung aus obskurer Sekten-Apokalypse (inspiriert von der Process Church Of The Final Judgement) die Blaupause des sogenannten Holy-Terror-Hardcores. Sein Gesang scheint, na ja, an sich nicht vermittelbar: heiseres Gebrüll eines absoluten Hassbrockens, in der eh sehr aggressiven Produktion auch noch extrem laut gemischt. Die Band mörtelt dazu in verhältnismäßig langen Songs eine Mischung aus Nineties-Hardcore und verlorenen Slayer-Demos – fett!

Zwischen drin obskur doomigerer Kram, in dem dann auch Gäste wie der ewig notorische Boyd Rice rumkrakelen dürfen. Definitiv ein unerwartet geiles Album für leidgeplagte Fans und für alle anderen ein dringend nötiger Gegenentwurf zum „trendigen“ Metalcore, der ganz nebenbei alles, was die ganzen spieltechnisch so aalglatten Jungs produzieren, mit links zerstört.

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